Soziale Interaktion in pädagogischen Settings

 

Gelingende soziale Interaktionen und Beziehungen bilden die Grundlage für erfolgreiche Lehr-Lern-Prozesse. Forschende des Forschungsschwerpunkts „Soziale Interaktion“ der PHBern untersuchen Interaktionen in verschiedenen Beziehungen. Folgende Fragen sollen beantwortet werden: Wie können Lehrpersonen Kinder und Jugendliche darin unterstützen, Konflikte konstruktiv zu lösen, aggressives Verhalten ab- und prosoziales Verhalten aufzubauen? Wie können Lehrpersonen im Umgang mit schwierigen Unterrichtssituationen unterstützt werden?

 
   

Aggressives Verhalten abbauen und prosoziales Verhalten fördern

Kernaufgabe der Lehrperson ist es, in der sozialen Interaktion mit den Schülerinnen und Schülern eine günstige Lernumgebung zu schaffen, Lernprozesse auszulösen und sie beim Erwerb sozialer Kompetenzen zu unterstützten. Die Lernenden sollen insbesondere die Fähigkeit entwickeln, tragfähige Beziehungen zu anderen Menschen zu unterhalten, Konflikte konstruktiv zu lösen und aggressives Verhalten ab- und prosoziales Verhalten aufzubauen.

 

Lehrpersonen bei der Gestaltung eines störungspräventiven Unterrichts unterstützen

Der Fokus des Schwerpunktprogramms liegt darin, zu verstehen, wie psychologische, soziale und pädagogische Faktoren im Schaffen günstiger pädagogischer Bedingungen für gelingende soziale Interaktionen interagieren und wie Hindernisse in der sozialen Interaktion bewältigt werden können. In einem Teilprojekt unterstützt das Projektteam „Soziale Interaktion“ der PHBern Lehrpersonen bei der Gestaltung eines störungspräventiven Unterrichts. Im Schwerpunktprogramm wird zudem untersucht, welche Bewältigungsmuster im Umgang mit schwierigen Unterrichtssituationen förderlich sind.

 

Ziele des Schwerpunktprogramms

Störungen in sozialen Interaktionen stellen sowohl für Lehrpersonen (Lehrerbelastung, Burnout, vorzeitiger Berufsausstieg) als auch für die Schülerinnen und Schüler (Schulausschluss, Ausgrenzung, Bildung negativer Klassennormen) einen Risikofaktor dar und verursachen hohe Folgekosten. Das Projektteam möchte Lehrpersonen für Schlüsselelemente in der Gestaltung positiver Interaktionen sensibilisieren, Strategien im Umgang mit schwierigen Unterrichtssituationen vermitteln und belastete Lehrpersonen in ihren Bewältigungsstrategien unterstützen.

 

Leitung Schwerpunktprogramm

Prof. Dr. Alexander Wettstein
 

Mitarbeitende Schwerpunktprogramm

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Laufende Projekte

Laufzeit Leitung Titel
2017 - 2019 Prof. Dr. Alexander Wettstein, Dr. Marion Scherzinger Die Erfassung von Lehrer-Schüler-Interaktionen mittels State Space Grids Mehr
 

Abgeschlossene Projekte

Laufzeit Leitung Titel
2016 - 2018 Prof. Dr. Alexander Wettstein Physiologische Stressreaktionen von Lehrpersonen auf Unterrichtsstörungen Mehr
2016 - 2018 Sabrina Künzle Konfliktreiche Interaktionsgeschichten zwischen Eltern und Schule Mehr
2013 - 2015 Prof. Dr. Alexander Wettstein Die Wahrnehmung sozialer Interaktionen im Unterricht Mehr
2012 - 2013 Dr. Marion Scherzinger Konfliktive Interaktion in der Heimerziehung Mehr
2010 - 2012 Prof. Dr. Alexander Wettstein, PD Dr. Andreas Altorfer Aggression in Umwelten frühadoleszenter Jungen und Mädchen Mehr
2009 - 2010 Prof. Dr. Alexander Wettstein Pilotstudie Lebenswelten aggressiver Jungen und Mädchen Mehr
2007 - 2008 Prof. Dr. Alexander Wettstein, Prof. Dr. Beat Thommen Die Entwicklung eines pädagogisch-didaktischen Coachings zur Verminderung und Prävention von Unterrichtsstörungen Mehr
2004 - 2006 Prof. Dr. Alexander Wettstein Aggressiv-ausagierende Störungen des Sozialverhaltens in schulischen Settings Mehr
 

Dokumente

 

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