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Unsere Partnerschulen 2012 bis 2015

 

Partnerschule Aarwangen (August 2012 bis Januar 2015)

Volksschule Aarwangen, Kindergarten bis 9. Schuljahr: Link zur Schule

In der Schule Aarwangen werden rund 600 Schülerinnen und Schüler von insgesamt 68 Lehrpersonen unterrichtet. Bereits seit mehreren Jahren wird angestrebt, auch Kinder und Jugendliche mit höherem Förderbedarf (Sonderschulbedarf) zu integrieren. In der Primarstufe sind alle Klassen in Zweijahrgangsklassen organisiert. Auf der Sekundarstufe 1 gibt es Mehrjahrgangsklassen im Realniveau und seit August 2013 auch im Sekundarniveau. Das altersdurchmischte Lernen (AdL) ist ein zentrales Thema der Unterrichtsentwicklung im PSP, sowohl der Weiterbildungen als auch der Fachgruppenarbeit.

In kursorischen Inputs wurde das Modell von Achermann (2011) zu AdL und der Leitfaden zum Aufbau von Lernumgebungen im Sinne der Freien Arbeit von Bühler (2012, unveröffentlicht) vermittelt. Mehrere Fachgruppen sind dadurch angeregt worden, entsprechende Lernumgebungen zu gestalten. Als Element der Gemeinschaftsbildung wurden kooperative Lernformen (vgl. Green & Green 2005; Bochmann & Kirchmann 2006/2008; Brüning & Saum 2009) in der Weiterbildung erlebt, stufenspezifisch erarbeitet und einzelne Lernformen im Unterricht erprobt. Weitere Themen der Weiterbildung waren die Auseinandersetzung mit dem Integrationsverständnis sowie mögliche Schulstrukturen für selbstorganisiertes Lernen.

Wesentliche Impulse und Lernfelder entstanden für die Lehrpersonen und die Schulleitung durch die Bewältigung von Krisensituationen mit einzelnen Kindern. Zusammen mit einem Coach des PSP-Teams konnte in Zusammenarbeit mit Eltern und Behörden massgeschneiderte Problemlösungen entwickelt und erprobt werden.

Die Fachgruppe der Speziallehrkräfte klärte in einem längeren Coachingprozess Auftrag, Abläufe und Zuständigkeiten. 

 

Partnerschule Lorraine (August 2012 bis August 2015)

Volksschule Lorraine, Schulkreis Breitenrain/Lorraine, Stadt Bern, Kindergarten bis 9. Schuljahr: Link zur Schule

In der Schule Lorraine (Schulhäuser Lorraine und Steckgut) gehen knapp 200 Kinder und Jugendliche zur Schule. Sie werden von 28 Lehrpersonen unterrichtet. Die Unterstufe umfasst Zweijahrgangsklassen, in der 3.-6. Klasse sind es Jahrgangsklassen und die Sekundarstufe ist nach dem Twannermodell und Ansätzen der Mosaikschulen ohne Unterteilung in Real- und Sekundarniveau und z.T. in altersdurchmischten Lernformen strukturiert. Ausgehend vom Thema der kooperativen Lernformen (s.o.) in der ersten Weiterbildungsveranstaltung wurde in allen Klassen Elemente kooperativen Lernens erprobt sowie in Stufengruppen reflektiert und weiterentwickelt. Diese Auseinandersetzung führte zu grundlegenden Fragen des Lernverständnisses und der konkreten Lernprozessbegleitung, welche stufenspezifisch und stufenübergreifend bearbeitet werden. Weitere Themen der Weiterbildung waren zwischen August 2013 und März 2014 die Auseinandersetzung mit individuellen Lernzielen, Beurteilungsformen, diagnostischen Verfahren sowie das Integrationsverständnis der Lehrpersonen.

Die Lehrpersonen haben ihre Lernumgebungen bzgl. Konzepten des altersdurchmischten Lernens (s.o.) überdacht und weiterentwickelt. Die Lehrpersonen des Kindergartens haben beispielsweise gemeinsam eine Lernumgebung zur mathematischen Förderung der Kindergartenkinder erarbeitet. Weiter sind Lernumgebungen entstanden zur Orientierung im Zahlenraum 0-100 und zu den Lesekompetenzen. Die Lehrpersonen entwickelten die Lernumgebungen sowohl an Weiterbildungsveranstaltungen als auch an Arbeitstreffen der Stufengruppen. Diese wurden fachlich durch die Dozierenden des IHP begleitet.

Neben dem Kerngeschäft des Unterrichtens waren Themen der Zusammenarbeit innerhalb der Schule wesentlich. So wurden Auftrag und Funktion der schulischen Heilpädagoginnen, -pädagogen im Zusammenspiel mit den Klassen- und Stufenteams reflektiert.