Studienbereiche Sekundarstufe I

Der Lehrberuf auf der Sekundarstufe I ist nicht nur anspruchsvoll, sondern auch vielfältig. Das Studium spiegelt dies wider und umfasst mehrere Bereiche.

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Besuch einer Schulklasse in der Vorlesung

Berufspraktische Ausbildung

Die berufspraktische Ausbildung meint den praktischen Teil der Ausbildung. Sie absolvieren während des Studiums mehrere Praktika an einer Schule der Sekundarstufe I. Die Arbeit in Schulklassen ermöglicht es Ihnen, sich im Berufsfeld zunehmend sicher zu bewegen. Dabei werden Sie von professionellen Ausbildnerinnen und Ausbildnern begleitet.

  • Im ersten Studienjahr wird im Rahmen eines dreiwöchigen Praktikums (P1) die Eignung der Studierenden für Ausbildung und Beruf überprüft. Auch die Studierenden prüfen, ob sie die richtige Studienwahl getroffen haben.
  • In drei weiteren Praktika im zweiten bis vierten Studienjahr (P2–P4) werden konkrete Erfahrungen im Unterrichten verschiedener Fächer und in unterschiedlichen Klassensituationen gesammelt.
  • Das dritte Praktikum findet als Semesterpraktikum (P3) statt. Dieses ermöglicht den Studierenden, den Schulalltag über einen längeren Zeitraum zu erfahren und ihr Wissen und Können anzuwenden und zu erweitern.

Mehr Informationen zum Semesterpraktikum P3.

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Studierende in der Vorlesung

Erziehungs- und Sozialwissenschaften

"Wie gestalte ich als Lehrperson Unterricht auf lernpsychologischen Grundlagen?", "Wie führe ich eine Klassengemeinschaft?", "Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit Eltern und Fachstellen?", "Wie kann ich als Lehrperson Jugendliche in ihrer Entwicklung begleiten?", "Wie gehe ich mit Vielfalt produktiv um?", "Wie funktioniert das System Schule?"

Zur Beantwortung dieser Fragen wird mit einer Vielfalt von Ansätzen aus Pädagogik, allgemeiner Didaktik, Psychologie, Soziologie und Philosophie gearbeitet. Im Studium lernen Sie, die Strukturen von Erziehung und Unterricht zu verstehen und für das eigene pädagogisch-didaktische Handeln nutzbar zu machen.

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FDFW_IS1

Fachwissenschaften und Fachdidaktiken

Der Bereich Fachwissenschaften und Fachdidaktiken vermittelt die notwendigen Kompetenzen für den Fachunterricht an der Sekundarstufe l. Die verschiedenen Fächer thematisieren aktuelle, schulrelevante Inhalte und zeigen, wie diese in der Schule vermittelt werden können. Das Angebot der Fachbereiche am Institut Sekundarstufe I orientiert sich am neuen Deutschschweizer Lehrplan 21. Die Ausbildung findet in der Regel am Institut Sekundarstufe l statt. In den Fachbereichen Bewegung und Sport, Latein sowie Ethik, Religionen und Gemeinschaft (ERG) werden einzelne Veranstaltungen an der Universität Bern absolviert.

Fächerwahl

Aus den 14 Fachbereichen, die angeboten werden, stellen Sie sich Ihr Studienprofil individuell zusammen. Für das Volldiplomstudium wählen Sie drei oder vier Fachbereiche (je nach Fächerkombination), wobei mindestens ein Fachbereich aus der Gruppe A ausgewählt werden muss. Die Schritt-für-Schritt-Anleitung hilft Ihnen für die Wahl der Fachbereiche weiter.

Die Zahl der zu belegenden Fachbereiche kann bei anderen Studienprofilen (Stufenerweiterung, Fachdiplom, Konsekutiver Master etc.) abweichen. Vertiefte Informationen finden Sie auch in den jeweiligen Studienplänen der verschiedenen Studienprofilen.

Übersicht Fachbereiche

Gruppe A Gruppe B Gruppe C
Selektionsfächer auf der Sekundarstufe I Natur, Technik, Mensch, Gesellschaft und Sport Musisch-gestalterische Fächer, Fremdsprachen

Für mehr Informationen zu den einzelnen Fachbereichen klicken Sie in der Tabelle auf die Verlinkungen.

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Studierende in der Bibliothek

Forschung, Entwicklung und Evaluation

Im Bereich Forschung, Entwicklung und Evaluation entwickeln Sie eine fundierte wissenschaftliche Sicht auf Ihren künftigen Berufsalltag an der Schule. Sie lernen, Forschungsergebnisse zu verstehen, kritisch zu beurteilen, und gewinnen an Klarheit und Gewandtheit im schriftlichen wie im mündlichen Ausdruck.

Der Studienbereich bereitet Sie auf Ihr Masterarbeitsprojekt vor. Gleichzeitig lernen Sie, Ihr Handeln im Beruf kritisch zu reflektieren und Unterrichtssituationen kompetent zu analysieren.

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Studierende und Dozent bei Besprechung.

Berufskonzept

Stellen Sie sich Ihren ersten Elternabend in einer neuen Klasse vor: Die Eltern interessieren sich dafür, wie Sie Ihren Auftrag als Lehrperson verstehen, und wollen wissen, wie Sie den Unterricht gestalten. Sie haben Fragen dazu, wie Sie ihre Kinder beurteilen, wie Sie mit den Eltern zusammenarbeiten, welche disziplinarischen Massnahmen Sie vorsehen und wie Sie es mit den Hausaufgaben halten.

Um Fragen wie diese zu beantworten, entwickeln Sie von Beginn des Studiums an ein individuelles Berufskonzept. Dafür werden über einen längeren Zeitraum hinweg Materialien, Spuren und Gedanken gesammelt und verbunden. Es hilft Ihnen, Ihre Praxiserfahrungen, Ihre individuellen Studienleistungen und die persönliche Auseinandersetzung mit der Berufswahl und -rolle zu verbinden.

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Zwei Studierende in der Medienwerkstatt

Überfachliche Themen

Das Studium Sekundarstufe I greift die Fachbereiche und Inhalte des Deutschschweizer Lehrplans 21 auf und integriert darin folgende überfachliche Themen:

  • Aspekte von Medien und Informatik fliessen in eine Vielzahl von Lehrveranstaltungen ein. Drei für alle Studierenden obligatorische Veranstaltungen im Bachelorstudium widmen sich explizit dem Thema Medien und Informatik. Masterstudierende können zusätzlich eine Spezialisierung im Bereich Informatik wählen.
  • Berufliche Orientierung sowie die Beratung und Begleitung der Schülerinnen und Schüler sind zentrale Themen auf der Sekundarstufe I. Die Studierenden befassen sich daher in verschiedenen Modulen mit den besonderen Aspekten der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen und behandeln Berufliche Orientierung vertieft im Rahmen eines Mastermoduls.
  • Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) stellt Lernprozesse im Hinblick auf die Mitgestaltung einer zukunftsfähigen Entwicklung der Gesellschaft in den Mittelpunkt. Studierende lernen anhand konkreter Beispiele im Spannungsfeld von Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft, die relevanten Kompetenzen bei Lernenden stufengerecht aufzubauen.

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