MINT-Projekt mit der BFH

 

Um den Aufbau eines nationalen Netzwerks zur Förderung von MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) in der Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonen zu unterstützen und gemeinsame Projekte zu entwickeln, haben die Berner Fachhochschule (BFH) und die PHBern eine Kooperation beschlossen. Diese begann am 1. Januar 2017 und dauert vorerst vier Jahre.

Hochschulen verpflichten sich zur Nachhaltigkeit
Bei den Projekten muss der MINT-Bezug offensichtlich sein, zudem spielt die Nachhaltigkeit eine wesentliche Rolle; eine Weiterführung nach Projektabschluss im Jahr 2020 wird angestrebt. Neben der Weiterentwicklung der fachlichen und fachdidaktischen MINT-Bildung ist auch die Förderung des Selbstvertrauens von Lehrpersonen im Bereich MINT-Bildung ein Ziel. Projekte können sich zudem mit der gendergerechten Vermittlung von MINT-Inhalten bzw. dem gendergerechten Unterricht auseinandersetzen.

Kompetenzen der beiden Hochschulen optimal nutzen
Die BFH und die PHBern ergänzen sich in ihren Kernkompetenzen im MINT-Bereich. Für die PHBern ist das Projekt eine Gelegenheit, den Fachspezialistinnen und -spezialisten der BFH die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen der Volksschule und der Schulen der Sekundarstufe II näherzubringen. Ein verbessertes Verständnis für MINT-Zusammenhänge und ein grösseres Wissen über MINT-Berufe aufseiten der Lehrpersonen sollen im täglichen Schulunterricht direkte Folgen haben. Kinder und Jugendliche sollen in Kindergarten und Schule mehr über MINT erfahren, und damit soll auch die Attraktivität der MINT-Berufe steigen.

Technische Fachschule Bern ist Partnerin
Bei der "MINT-Werkstatt", einem der sieben aktuellen Projekte, übernimmt die Technische Fachschule Bern wichtige Aufgaben. Im Zentrum des Projektes werden Lernende der Technischen Fachschule stehen, die in Teilprojekten die Lehrpersonen bei der Aus- und Weiterbildung unterstützen. Hier ist es ebenso ein Ziel, sowohl die MINT-Berufe als auch die spezifischen Ausbildungsgänge der Technischen Fachschule Bern bekannt zu machen. Die Kooperation zwischen BFH, PHBern und Technischer Fachschule Bern ist langfristig gedacht und soll bis ins Jahr 2025 in einer Zusammenarbeit im TecLab Burgdorf münden.

Weitere bewilligte Projekte

  • Promotionsprojekt: Ausprägungen von Aufgabenstellungen im Technischen Gestalten (TCG)
  • Entwickeln der Inhalte des Moduls Programmieren
  • Bereitstellung und Nutzung von MINT-Unterrichtsinfrastruktur
  • Auf dem Weg zu einer gendergerechten Informatikdidaktik
  • Exemplarische MINT-Bildung am Beispiel Boden auf allen Schulstufen
  • Analytik – von praktischen Problemen aus der Berner Fachhochschule zu Fallstudien und von einfachen Tests im Reagenzglas zu modernen Methoden im Unterricht

Die Mittel kommen je zur Hälfte vom Bund und von den Hochschulen
Der PHBern und der BFH stehen für das vierjährige Projekt je 370'000 Franken zur Verfügung. Diese Mittel stammen vom Bund und werden als projektgebundene Beiträge gemäss Hochschulförderungs- und Koordinationsgesetz bereitgestellt. Insgesamt hat der Bund zur Bekämpfung des Fachkräftemangels und für den Aufbau eines nationalen Netzwerks zur Förderung der MINT-Bildung drei Millionen Franken budgetiert. Schweizweit machen fünf Fachhochschulen und fünf Pädagogische Hochschulen beim Netzwerk MINT-Bildung mit. Die Hochschulen haben sich verpflichtet, die gleiche Summe, die der Bund zur Verfügung stellt, auch selbst einzusetzen.

MINT auch an der BEA
An der Sonderschau "tunBern", die im Mai 2017 im Rahmen der Ausstellung BEA durchgeführt wurde, stand ebenfalls die Nachwuchsförderung in Technik und Naturwissenschaft im Mittelpunkt. Die PHBern war mit zwei Ständen präsent und erreichte mit einer Vielfalt von Experimenten zahlreiche Kinder und Jugendliche.