Quartalsangebot Q2/22 Berufskompetenz

Die Intensivweiterbildung Quartalsangebot Q2 Berufskompetenz ermöglicht Lehrpersonen, sich vertieft mit dem eigenen Berufshandeln zu befassen. Während elf Wochen untersuchen sie ihren eigenen Unterricht und die Zusammenarbeit im Team vor dem Hintergrund aktueller Forschungsergebnisse.

Inhalte

Die Teilnehmenden des Quartalsangebots Q2 Berufskompetenz beginnen den Bildungsurlaub mit einer persönlichen Standortbestimmung zum beruflichen Handeln. Sie machen sich Stärken ihrer bisherigen, langjährigen Unterrichtspraxis bewusst und definieren Entwicklungspotenzial in den folgenden vier Themen:

  • Unterrichtsgestaltung: Die Teilnehmenden befassen sich mit ihrem aktuellen Lehrverständnis, ihren Qualitätskriterien und Werten. Sie lernen, wie Unterricht lernwirksam gestaltet werden kann, wie gutes Feedback funktioniert und erhalten einen vertieften Einblick in die Lernpsychologie.
  • Zusammenarbeit: Die Lehrpersonen setzen sich intensiv mit verschiedenen Kommunikationsmodellen (u.a. gewaltfreie Kommunikation) und Modellen der Gruppenstruktur auseinander. Gemeinsam diskutieren sie eigene und andere Rollenverständnisse in Gruppen.
  • Klassenführung: Nicht jede Lehrperson hat das gleiche Verständnis davon, was eine gute Klassenleitung ausmacht. Die Teilnehmenden lernen verschiedene Führungstypen und Interventionsebenen kennen und diskutieren ihr eigenes Führungsverständnis.
  • Selbstregulation: Im letzten Themenbereich lernen die Teilnehmenden, wie sie selbstregulierende Mechanismen nutzen können. Mittels selbstgesteuertem Lernen, erhalten die Lehrpersonen die Möglichkeit, individuelle fachliche und fachdidaktische Schwerpunkte in ihrem Bildungsurlaub zu setzen. 

Bei allen Themen verbinden die Teilnehmenden Berufserfahrung mit den eigenen Werten und aktuellen Forschungsansätzen. Am Schluss entsteht ein individuelles Berufskonzept.

Ablauf und Form

In der Vorphase finden zwei Vorbereitungstreffen (jeweils im Mai und August) mit ersten Planungen statt.

Der bezahlte Bildungsurlaub dauert elf Wochen, von Oktober bis Dezember. In der Intensivphase wechseln sich Inputs, Austausch, Gruppen- und Einzelarbeit ab. In Gruppen von maximal 18 Teilnehmenden arbeiten die Lehrpersonen an fixen Präsenztagen (vgl. Terminliste) in Bern zusammen. Während dieser Phase finden ausserdem zwei externe Retraiten statt.

In der anschliessenden Transferphase setzen die Teilnehmenden ihre Planungen neuer Entwicklungen um. Die PHBern unterstützt die persönliche Umsetzung mit verschiedenen Angeboten. Ein gemeinsames Abschlusstreffen beendet die Intensivweiterbildung.

Je nach Beschäftigungsgrad steht mehr oder weniger Zeit für individuelles Arbeiten zur Verfügung.

Umfang und Organisation

  • Dauer: 11 Wochen
  • Arbeitsort: Bern mit zwei externen Retraiten

Die eingesetzte Zeit für die Intensivweiterbildung entspricht dem aktuellen Arbeitspensum. Sie beträgt jedoch mindestens 60 Prozent.

Weitere Informationen zu Anmeldeverfahren, Kosten und rechtlichen Grundlagen finden Interessierte in den entsprechenden Dokumenten.