Besuch an der Wenzhou-Kean-Universität und Einblicke in KI-gestützte Bildung in China // Visit to Wenzhou Kean University and Insights into AI-Supported Education in China

13. April 2026, Joana Howald (Lehrperson Schule Zollbrück) & Sabine Lobe (Lehrperson Schule Ringgenberg)

Am Montag besuchten wir die Wenzhou-Kean-Universität, an der uns ein herzlicher Empfang bereitet wurde. Der weitläufige Campus beeindruckte durch seine grosszügigen Grünanlagen sowie durch eine rund um die Uhr geöffnete Bibliothek. Im Anschluss besuchten wir das universitätseigene Museum und erhielten Einblicke in die Geschichte der Hochschule, die im Jahr 2014 gegründet wurde. Dabei wurde uns erläutert, dass der Studienalltag üblicherweise erst gegen 12:00 Uhr beginnt, die Lehrveranstaltungen jedoch bis 21:00 Uhr andauern.

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Gruppenfoto

Nach einer umfassenden Campusführung nahmen wir an der Eröffnungszeremonie teil. Juhirul Mullick (Leitung von «Education Advancement and Diversity») betonte die vielfältigen Chancen einer vertieften Zusammenarbeit zwischen chinesischen und Schweizer Bildungseinrichtungen. Caroline Sahli Lozano und Katja Saxer informierten die Anwesenden über die Entstehungsgeschichte des Projekts sowie dessen Zielsetzung, ein vertieftes Verständnis für die Themen Inklusion und Digitalisierung zu fördern.

Im Anschluss an ein opulentes Mittagessen begaben wir uns zur Wenzhou-Universität, um an einem Technologie- und KI-Workshop teilzunehmen. Dort wurde aufgezeigt, wie virtuelle Realität, Robotik und Künstliche Intelligenz gewinnbringend im Unterricht eingesetzt werden können. Darüber hinaus erhielten wir Einblick in ein Curriculum, das in China bereits seit über einem Jahrzehnt entwickelt wird. Die entsprechenden Workshop-Angebote stehen öffentlichen Schulen kostenfrei zur Verfügung und verfolgen das Ziel, bei den Schüler:innen ein fundiertes Verständnis für Künstliche Intelligenz aufzubauen. Besonders interessant war zu sehen, in welchem Alter welche Kompetenzen im Bereich Künstliche Intelligenz vermittelt werden. In China beginnt der Einsatz von Künstlicher Intelligenz bereits im Alter von drei bis sechs Jahren, beispielsweise durch die Nutzung sogenannter Smart Tools. Jedoch zeigte sich, dass die Herausforderungen jenen in der Schweiz ähneln: Viele Lehrpersonen stehen dem rasanten technologischen Wandel mit einer gewissen Skepsis gegenüber. 

Den Abschluss des Tages bildete ein Besuch des Zhongshan Parks sowie der Wu Ma Street, einem Viertel, das für sein vielfältiges Streetfood-Angebot und seine traditionellen chinesischen Geschäfte bekannt ist.

 

 

 

English

On Monday, we visited Wenzhou Kean University, where we received a warm welcome. The spacious campus impressed us with its extensive green areas and a library that is open 24 hours a day. Afterwards, we visited the university’s internal museum and gained insights into the history of the institution, which was founded in 2014. We were informed that the academic day typically begins around 12:00 noon, with classes continuing until 9:00 p.m.

Following a comprehensive campus tour, we attended the opening ceremony. Juhirul Mullick (Leadership in Education Advancement and Diversity) emphasized the many opportunities for strengthened collaboration between Chinese and Swiss educational institutions. Caroline Sahli Lozano and Katja Saxer informed the audience about the origins of the project and its objective of fostering a deeper understanding of inclusion and digitalization.

After an opulent lunch, we proceeded to Wenzhou University to participate in a technology and AI workshop. There, we were shown how virtual reality, robotics, and artificial intelligence can be effectively integrated into teaching. In addition, we gained insights into a curriculum that has been under development in China for more than a decade. These workshop offerings are available free of charge to public schools and aim to provide students with a solid understanding of artificial intelligence. It was particularly interesting to observe at what age specific competencies in AI are introduced. In China, the use of artificial intelligence begins as early as three to six years of age, for example through the use of so-called smart tools. However, it became clear that the challenges are similar to those in Switzerland: many teachers remain somewhat sceptical about the rapid pace of technological change.

The day concluded with a visit to Zhongshan Park and Wu Ma Street, a district known for its diverse street food offerings and traditional Chinese shops.