Neues LEVANTE-Projekt

Das Projekt untersucht, welche Rolle Unterrichtsinteraktionen und Schulklima für die Lern- und Entwicklungsverläufe von Kindern spielen.

Im neuen Projekt «The Role of Classroom and School Environments in Children’s Development» erforscht das Projektteam, welche schulischen Erfahrungen für Kinder mit unterschiedlichen Lern- und Entwicklungsvoraussetzungen besonders bedeutsam sind. Im Zentrum steht die Frage, wie Unterricht und Schule wirksam auf die vielfältigen Bedürfnisse von Kindern reagieren können.

Das Projekt ist Teil von LEVANTE – Learning Variability Network Exchange, einer weltweiten Initiative der Jacobs Foundation. Kinder werden von der ersten bis zur dritten Primarschulklasse begleitet. Dabei werden Entwicklungs- und Leistungstests mit Unterrichtsbeobachtungen sowie Befragungen von Schulteams kombiniert. Untersucht werden unter anderem Kompetenzen in Sprache und Mathematik, exekutive Funktionen, soziale Kognitionen, logisches Denken, Interaktionsqualität im Klassenzimmer sowie Schulklima und schulische Ressourcen.

Besonders innovativ ist der ganzheitliche Zugang: Das Projekt verbindet Kind-, Klassen- und Schulebene und fragt danach, warum Kinder in derselben Klasse unterschiedliche Lern- und Entwicklungsverläufe zeigen. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, Unterricht stärker an unterschiedlichen Lernvoraussetzungen auszurichten und Lehrpersonen sowie Schulteams gezielt zu unterstützen.

Geleitet wird das Projekt von Luciano Gasser, Sergej Wüthrich und Caroline Sahli Lozano von der PHBern. Internationaler Projektpartner ist Jason Downer von der University of Charlottesville, USA.