Ein bisschen Punk im Bildungsgarten der PHBern

Die Zeitschrift "Schweizer Garten" porträtiert den Bildungsgarten der PHBern – ein biodiverses Freiluftlabor, das Lehrpersonen und Studierenden als Lern- und Inspirationsort dient. Jan Egger, Projektleiter und Dozent der PHBern, führt durch Blüten, Blätter und Bienen.
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"Schweizer Garten" stellt in der August-Ausgabe den Bildungsgarten der PHBern vor. Projektleiter und PHBern-Dozent Jan Egger hat in Zusammenarbeit mit Partnerinstitutionen (Ökonomische Gemeinnützige Gesellschaft Bern OGG und "Bern ist Bio") einen Schaugarten aufgebaut, in dem es jetzt überall spriesst und blüht. Der Garten vereint Gemüsebeete, Beerensträucher, Insektennisthilfen, ein Teekräuterbeet, eine Käferburg sowie Duft- und Giftpflanzenbeete wie auch zwei Bienenstöcke. 

Inspiriert vom Konzept des "Punk-Gartens" (nach Eric Lenoir) setzt Egger auf einfache, günstige und schnelle Lösungen mit vorhandenen Materialien statt aufwendiger Grossprojekte. Wichtig ist ihm dabei aber auch die Ästhetik.

Fächerübergreifendes Gärtnern

Gärtnern ist nicht offiziell Teil des Lehrplans, der Bildungsgarten liefert jedoch fächerübergreifenden Stoff. Zur Berechnung der Aussaat braucht es beispielsweise Mathematik. Fürs Bildnerische Gestalten bietet er unzählige Sujets, ganz zu schweigen von Lehrinhalten für Botanik und Biologie.

Studierende, Lehrpersonen und Mitarbeitende erleben hier, wie sich Gärtnern, Biodiversität und Bildung für nachhaltige Entwicklung praxisnah verbinden lassen. "Ein Lehr- und Lernraum, multifunktional wie eine Turnhalle". So umschreibt Projektleiter Jan Egger die Idee des Bildungsgartens. Er sieht darin eine Antwort auf zu abstraktes, bildschirmbasiertes Lernen und plädiert für mehr handlungsorientierte Erfahrung in der Natur, gerade in Zeiten von digitalem Lernen und KI.