Projekt Xara

Um die Durchführung von Kommunikationstrainings an der PHBern auch in breiter Menge zu ermöglichen, wird der praktische Einsatz von KI-basierten Avataren erprobt.

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Bild Xara

Projekt-Beschrieb

Kommunikationstrainings wurden bisher an der PHBern – wenn überhaupt – mit Schauspielenden durchgeführt. Mit der wachsenden Zahl der Studierenden generiert dies hohe Kosten. Dazu ist die Verfügbarkeit der Schauspielenden beschränkt, es kann auch nicht skaliert werden.
Die Firma afca ag hat mit Xara eine Softwarelösung erstellt, welche für das Trainieren von Kommunikationssituationen verwendet werden kann. Mit diesem Pilotprojekt soll die Verwendung von Xara bei der Ausbildung an der PHBern erprobt werden.

Zu diesem Zweck wurden zwei Szenarios (Elterngespräch – freie Gesprächsführung und kollegiales Gespräch – Paraphrasieren) entwickelt, welche in drei verschiedenen Settings durchgespielt werden: Gesprächsführung mit Xara am Laptop, Gesprächsführung mit Xara mit VR-Brille und Gesprächsführung mit einer Schauspielerin. Das Erleben dieser drei Settings soll daraufhin untersucht werden, um die Akzeptanz und die Einschätzung der virtuellen Gesprächsführungstrainings bei Studierenden zu erfassen.

Kooperationspartner

Leitung

Team

  • Christoph Till, Ali Barkat, Nino Zehnder (PHBern)
  • Paul Affentranger, Markus Brönnimann (afca ag)

Laufzeit

August 2024  offen

Ergebnisse

In einer ersten Pilotphase nahmen drei Studierende des Studiengangs SHP an der Erprobung teil. Nach jedem Gespräch gaben sie schriftliches Feedback; am Ende folgten ein Fragebogen (49 Items) sowie ein leitfadengestütztes Interview (ca. 1 Stunde). Die Rückmeldungen lassen sich wie folgt zusammenfassen:

Training mit Xara am Laptop: Als besonders praktikabel bewertet – die Möglichkeit, Formulierungen in Ruhe durchzudenken, bevor man sie einspricht, wird als grosser Vorteil erlebt.

Training mit Xara und VR-Brille: Wird als spannend und mit hohem Erlebnisfaktor beschrieben. Der vergleichsweise hohe Einrichtungsaufwand führt jedoch dazu, dass die Laptop-Variante bevorzugt wird.

Training mit einer Schauspielerin: Erzeugt zwar mehr Stress, bietet aber die realistischste Vorbereitung auf ein echtes Gespräch. Besonders das persönliche Feedback der Schauspielerin wird sehr geschätzt.

Laufende Forschung

Die Erkenntnisse werden aktuell im Rahmen zweier Masterarbeiten vertieft: Eine qualitative Arbeit wertet sechs weitere Interviews mit Personen aus, die alle drei Trainingssettings erprobt haben. Eine quantitative Arbeit untersucht die Resonanz auf das Laptop-Training mit Xara – mit dem Ziel, rund 100 angehende Primarlehrpersonen zu befragen. Die Ergebnisse werden hier zu gegebener Zeit veröffentlicht.

Weiterentwicklung

Inzwischen wurde ein weiteres Szenario zum Thema Gewaltfreie Kommunikation entwickelt, das bereits regulär in der Lehre eingesetzt wird.