Am Donnerstag, den 7. Mai, fand an der Pädagogischen Hochschule Bern ein wissenschaftlicher Austausch zum Thema Metakognition im naturwissenschaftlichen Unterricht statt. Beteiligt waren Forschungsgruppen der Universität Kassel, der Universität Tübingen sowie des SPP Fachdidaktische Forschung der PHBern. Im Zentrum des Treffens stand die gemeinsame Frage, wie metakognitives Bewusstsein im naturwissenschaftlichen Unterricht gefördert werden kann.
Vertreten waren die Arbeitsgruppen von Helge Martens, Katerina Tsarava, Sebastian Tempelmann und Trix Cacchione. Die beteiligten Projekte umfassen ein DFG-gefördertes Projekt unter der Leitung von Helge Martens (Universität Kassel), ein Forschungsprojekt zu einem Bildungsangebot der Hector Kinderakademien sowie das SNF-Projekt «Integrating Intuitive and Scientific Reasoning: A Pluralistic Approach for Primary Science Education», das von Sebastian Tempelmann (PHBern) und Trix Cacchione (PH FHNW) geleitet wird. Tim Hartelt, Josua Dubach sowie Isabell Adler brachten sich, sowohl vor Ort als auch online, in beratender Tätigkeit ein.
Besonders bemerkenswert ist dabei, dass in allen drei Projekten seit dem vergangenen Jahr jeweils eine Doktorandin tätig ist, die sich mit ähnlichen Fragestellungen zur Förderung metakognitiven Bewusstseins beschäftigt: Hannah Fries untersucht den Einfluss von kognitiven Verzerrungen in populärwissenschaftlichen Erklärungen sowie metakognitivem Training auf das konzeptuelle Wissen von Schülerinnen und Schülern zum Thema Evolution. Erdinë Krasniqi beschäftigt sich mit den Effekten von kognitiven Verzerrungen und metakognitiven Hinweisen auf das Lernen naturwissenschaftlicher Phänomene bei Grundschulkindern. Und Doktorandin Niki Gatziones entwickelt und evaluiert einen Kurs zum Thema Evolution für hochbegabte Grundschulkinder. Die drei Doktorandinnen präsentierten den aktuellen Stand ihrer Forschungsarbeiten und diskutierten in anschließenden Arbeits- und Feedbackphasen offene Fragen und methodische Herausforderungen.
Die besondere Stärke des Austauschs lag in der thematischen Nähe der Projekte und der vergleichbaren Forschungsphase der drei Doktorandinnen. Alle befinden sich derzeit in der Vorbereitung beziehungsweise Durchführung ihrer Pilotierungsstudien. Dadurch entstand ein intensiver und fruchtbarer Austausch über theoretische Perspektiven, Studiendesigns und praktische Herausforderungen der Forschungsvorhaben.
Abgerundet wurde das Treffen durch einen gemeinsamen Spaziergang durch die Berner Altstadt. Die Teilnehmenden blicken mit großer Vorfreude auf die kommenden Treffen und die weitere Zusammenarbeit.