Mehr als 1'300 Kinder hüpften, tanzten, warfen oder stapelten an den zehn Stationen des Unterrichtsateliers. Absoluter Publikumsliebling war das "Speed Stacking", bei dem Plastikbecher möglichst schnell gestapelt werden. Weitere Posten waren etwa das gute alte Gummitwist, einfache Akrobatikübungen oder Geschicklichkeitsspiele. Lehrpersonen wie Kinder waren laut den Feedbacks begeistert. "Geschickt bewegt" wurde wegen der grossen Nachfrage von drei auf sechs Monate verlängert.
Inspiration und neue Elemente
Die Unterrichtsateliers sind so konzipiert, dass Lehrpersonen nicht nur Inspirationen mitnehmen, sondern auch fachdidaktische Elemente und Inputs erhalten. "Wir hören oft, dass sie nach dem Besuch alte Spiele und Materialien wieder hervorgeholt haben. Oder dass sie Ideen im Unterricht einbauen wollen", erzählt Stéphanie Spring, Mitorganisatorin. Wichtig sei, dass die Posten selbsterklärend seien. Mit Erklärvideos und Bildanleitungen können die Kinder gleich loslegen und ausprobieren. Zentral ist auch, dass das Medienzentrum ein Ort der Begegnung ist – entsprechend werden die Klassenbesuche sehr geschätzt.
Wie Unterrichtsateliers entstehen
Das Unterrichtsatelier ist eine Erfolgsgeschichte, an der viele mitwirken. "Konzept, Inhalte und Aufgaben entwickeln Dozierende gemeinsam mit Mitarbeitenden des Medienzentrums", erklärt Mitorganisator Christof Zurschmitten. "Wir haben seit 2023 sechs Ateliers umgesetzt und sind inzwischen gut eingespielt", so Zurschmitten.
Unterrichtsatelier kurz erklärt
Das Unterrichtsatelier der PHBern ist ein Lernort, bei dem Schülerinnen und Schüler aller Zyklen selbstständig spannende Lernerfahrungen zu verschiedenen Themen machen. Nach dem Abbau wird ein Teil der Materialien aufbereitet, damit Lehrpersonen sie im Schulzimmer weiter nutzen können.
Das nächste Unterrichtsatelier entdeckenNeue Pläne und Kooperation
Der grosse Erfolg spornt an. "Diesen Herbst starten wir mit dem Atelier 'makeMINT – wundern, begreifen, schaffen'", sagt Zurschmitten. "Hier können Klassen aller Zyklen sich auf die Spuren von Persönlichkeiten aus der Technik- und Wissenschaftsgeschichte machen. Sie experimentieren und kreieren gleich selbst." Neu ist auch eine Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Luzern. Da geht es hoch hinaus – nämlich ins Weltall. Das geplante Unterrichtsatelier mit dem Namen "MIRa – MINT-Lernangebot zur Raumfahrt für alle" steht nicht in den Sternen, sondern im Herbstsemester 2028/2029 an.