Gesund bleiben im Lehrberuf: Gemeinsam geht es besser

Drei aktuelle Beiträge in der "Berner Schule" und "Schulpraxis" aus der Forschung und Lehre der PHBern kommen zu einem ähnlichen Schluss: Für die Gesundheit von Lehrpersonen sind tragfähige Beziehungen, gute Zusammenarbeit und unterstützende Strukturen entscheidend.
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Schulische Integration, soziale Interaktion und Resilienz sind die drei Oberbegriffe für die Artikel in der neuesten Ausgabe der Zeitschriften "Berner Schule" und "Schulpraxis", herausgegeben vom Berufsverband Bildung Bern. 

Die vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) geförderte SWING-Studie untersucht, wie sich Integration auf Anforderungen und Ressourcen von Schulteams auswirkt und welche Faktoren gesundheitsfördernd wirken. Die wichtigsten Erkenntnisse lauten: Am stärksten entlastet die Zusammenarbeit im Team, danach folgen die Führung durch die Schulleitung und die Zusammenarbeit mit den Eltern. Unterstützungslektionen helfen vor allem dann, wenn ausgebildete Fachpersonen sie leisten. 

Das Schwerpunktprogramm "Soziale Interaktion, Wohlbefinden und Gesundheit" untersucht in den Projekten ATLAS, LISA und INTAKT, wie Stress "unter die Haut geht". Dafür werden Fragebögen, Unterrichtsbeobachtungen und biologische Stressmarker wie Haarcortisol kombiniert. Ein zentraler Befund ist, dass sich Erschöpfung von Lehrpersonen auf die Schülerinnen und Schüler übertragen kann. Gleichzeitig wirken unterstützende Beziehungen im Team und zur Klasse wie ein Schutzschild: Sie gehen mit tieferen Stresshormonwerten bei Lehrpersonen einher.

In der Lehrpersonen-Ausbildung setzt die Lernplattform FoResT an, ein Kooperationsprojekt von Universität Bern und PHBern. Mit praxisnahen Fallbeispielen und Übungen, etwa zur Emotionsregulation, stärken angehende Lehrpersonen ihre Resilienz. Im Interview erklärt Irène Guidon, PHBern-Dozentin, dass Resilienz nicht bedeutet, alles auszuhalten. Sie entsteht im Zusammenspiel von persönlicher Verantwortung und einem unterstützenden Umfeld mit Kollegium und Schulleitung.