Die Gemeinde Köniz führt per August 2026 ein neues Führungsmodell für die Volksschule ein. Die bisherige Schulkommission wird aufgelöst. Künftig liegt die strategische Verantwortung beim Gemeinderat, während eine neue Fachstelle in der Verwaltung die operative Führung übernimmt. Das Projekt untersucht, wie sich diese Veränderung auf die Zusammenarbeit in der Steuerung der Volksschule auswirkt. Im Zentrum stehen Fragen zu Rollen, Verantwortlichkeiten, Entscheidungswegen, Beteiligungsmöglichkeiten und Informationsflüssen.
Die PHBern begleitet den Prozess über drei Jahre wissenschaftlich. Dazu werden Schulleitungen, Tagesschulleitungen, Mitglieder der bisherigen und neuen Führungsstrukturen sowie weitere betroffene Berufsgruppen befragt. Das Forschungsteam kombiniert Fragebogenerhebungen mit Gruppengesprächen. So können Einschätzungen vor der Einführung sowie Erfahrungen nach einem und nach zwei Schuljahren verglichen werden.
Ziel ist es, Chancen, Herausforderungen und Wirkungen des neuen Führungsmodells sichtbar zu machen. Die Ergebnisse werden in Zwischenberichten und einem Schlussbericht aufbereitet. Sie unterstützen die Gemeinde Köniz bei der Reflexion des Reformprozesses und können auch anderen Gemeinden Hinweise für ähnliche Entwicklungen geben.