Viele Kinder wachsen mit mehreren Sprachen auf. Beim Eintritt in den Kindergarten oder in die Basisstufe ändert sich ihr Alltag stark. Oft steht nun Deutsch im Mittelpunkt. Die Sprachen der Familie werden in die Schule selten einbezogen. Lehrpersonen wissen zudem oft wenig darüber, mit wem das Kind zuhause welche Sprache spricht.
Das Projekt begleitet 25 mehrsprachige Familien im Kanton Bern. Die Eltern werden vor und nach dem Kindergarteneintritt ihres Kindes befragt. Auch der Sprachgebrauch des Kindes zuhause wird beobachtet. So wird erkennbar, wie sich Sprache und Sprachgebrauch in dieser Übergangszeit verändern. Ziel ist es zu verstehen, wie Familien mit mehreren Sprachen den Kindergarteneintritt ihres ältesten Kindes erleben. Die Ergebnisse helfen Lehrpersonen, Mehrsprachigkeit besser zu berücksichtigen und realistische Erwartungen an die Sprachentwicklung zu haben.