Schulische Heilpädagogik: ein Studium mit pädagogischer Tiefe

Was braucht es, damit Lernen gelingt? Diese Frage liess Aaron Mühlethaler nicht mehr los. Heute studiert er berufsbegleitend Schulische Heilpädagogik an der PHBern, um Antworten auf seine Frage zu finden.
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Ein Student sitzt auf einer Bank
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Es war bei einem Semesterpraktikum im Studium Sekundarstufe I, der Einsatzort eine klinikintegrierte Schule. Dort merkte Aaron Mühlethaler schnell, dass ihn die pädagogischen Fragen hinter dem Unterricht besonders interessieren: Was braucht ein Kind, damit Lernen gelingt? Was steckt hinter einem bestimmten Verhalten? Und wie können verschiedene Fachpersonen im Schulzimmer gemeinsam Schülerinnen und Schüler unterstützen?  

"Ich habe gemerkt, dass ich pädagogisch mehr in die Tiefe gehen möchte", fasst Aaron seinen Wunsch zusammen. Besonders angesprochen hat ihn auch die Zusammenarbeit im interdisziplinären Team. So reifte in ihm der Entschluss, berufsbegleitend Schulische Heilpädagogik zu studieren.  

Berufswunsch: Lernen fördern

Dass Aaron einmal Lehrer werden möchte, wusste er früh. Schon in der eigenen Schulzeit bestärkten ihn seine Lehrpersonen darin. "Ich erhielt von meinen Lehrpersonen immer wieder Zuspruch für meinen Berufswunsch."

Während des Studiums Sekundarstufe I kam die Heilpädagogik dazu. Über den Master S1+ besuchte Aaron erste Module am Institut für Heilpädagogik. Was als Einblick begann, entwickelte sich schnell weiter. "Ich hatte also noch nicht genug vom Studieren", sagt er mit einem Augenzwinkern. 

Parallel dazu arbeitete er bereits als IF-Lehrperson. Vieles, was er an der PHBern diskutierte, begegnete ihm im Schulalltag wieder. Umgekehrt brachte er konkrete Fragen aus der Praxis mit in die Lehrveranstaltungen und konnte sie dort thematisieren und Antworten finden. 

Als er sich später für das Vollstudium entschied, wurden ihm die bereits absolvierten Module angerechnet. 

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Ein Student steht neben dem Hochschulgebäude.

Hatte Lust auf pädagogische Tiefe: Aaron Mühlethaler, Student Schulische Heilpädagogik an der PHBern.

Studieren mit eigenem Fahrplan

Die Wege in die Schulische Heilpädagogik sind unterschiedlich. Manche Studierende kommen direkt von einem Studium an einer Pädagogischen Hochschule, andere bringen mehrere Jahre Berufserfahrung als Lehrperson mit. Aaron verbindet seine Ausbildung mit der Arbeit an der Schule. 

Für ihn ist deshalb wichtig, dass sich nicht jedes Semester gleich gestalten muss. Je nach beruflicher und persönlicher Situation kann er Schwerpunkte setzen und den zeitlichen Umfang anpassen.

Dabei gelingt nicht immer alles auf Anhieb. Gerade bei schriftlichen Arbeiten stellt er sich oft die Frage: Wie viel Theorie braucht es? Wo lohnt sich Vertiefung? Und wann wäre weniger mehr? "Ich schätze die Rückmeldungen der Dozierenden sehr. Sie sind wohlwollend und zeigen gleichzeitig klar auf, was ich beim nächsten Mal optimieren kann." So liefert das Studium nicht nur Antworten. Es hilft auch, genauer hinzuschauen. 

Voneinander lernen

Besonders schätzt Aaron den Austausch mit seinen Mitstudierenden. Unterschiedliche Berufswege und Erfahrungen sorgen für neue Sichtweisen. "Der Austausch ist unglaublich wertvoll." Dabei sind es nicht nur die Diskussionen im Seminar, die bleiben. Oft reicht ein Gespräch zwischendurch bei einer Pause, ein Beispiel aus einer anderen Schule oder eine neue Sicht auf eine schwierige Situation.

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Ein Student sitzt auf einer orangen Bank

Aaron beschreibt das Studium Schulische Heilpädagogik mit drei Worten: "umfassend, fundiert, vorwärtsgerichtet".

Heilpädagogik heisst Zusammenarbeit

Für Aaron ist klar: Schulische Heilpädagogik lebt vom Zusammenspiel verschiedener Fachpersonen. Lehrpersonen und Schulische Heilpädagoginnen und Heilpädagogen bringen unterschiedliche Kompetenzen ein. Entscheidend ist, dass sie professionell und auf Augenhöhe zusammenarbeiten. 

Das Studium schafft dafür eine fachliche Grundlage. Es vermittelt Wissen, fördert Reflexion und stärkt die Handlungssicherheit. Oder in Aarons Worten: "Das Studium ist umfassend, fundiert, vorwärtsgerichtet".

Und dann war da noch die schwingende Matte

Nicht jeder Studienmoment spielt sich vor einem Laptop ab. Einer von Aarons schönsten PHBern-Momenten fand in einer Psychomotorik-Veranstaltung statt: Er lag bäuchlings auf einer hin- und her schwingenden Matte, warf Sandsäcke und sammelte sie wieder ein. Ungewöhnlich? Auf jeden Fall. Und ziemlich passend für ein Studium, in dem es nicht nur ums Lesen und Rechnen geht, sondern auch ums Ausprobieren, Beobachten und Erleben.

Studiumsanmeldung Schulische Heilpädagogik

Das Anmeldefenster für das Frühjahrssemester 2027 dauert vom 1. Oktober 2026 bis 15. Dezember 2026, mit Nachfrist bis 15. Januar 2027. Alle Informationen zum Anmeldeprozess finden Sie unter Studiumsanmeldung Schulische Heilpädagogik.