Projekte an Schulen gekonnt leiten

Schulen sind voller Projekte. Es braucht aber mehr als eine gute Planung, um sie gekonnt zu leiten. Der neu konzipierte CAS Projekte in Schulen leiten zeigt, wie dieses Projektmanagement gelingt.
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Martina Arioli Porträt

"Der CAS vermittelt nicht einfach Methoden, sondern ein Grundhandwerk." Martina Arioli, Studienleiterin CAS Projekte in Schulen leiten an der PHBern.

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Ein neues Lehrmittel einführen, eine Projektwoche organisieren oder ein Lernatelier aufbauen: Martina Arioli, Studienleitern des CAS, führt im Interview aus, warum Projekte an Schulen häufig nicht als solche wahrgenommen werden, und was Lehrpersonen und Schulleitungen beim Projektmanagement unterstützt.

Projektmanagement klingt zunächst nicht unbedingt nach Schule. Weshalb braucht es dafür einen CAS an der PHBern?

Lehrpersonen arbeiten häufig an Projekten oder übernehmen Projektleitungsaufgaben, ohne dies unbedingt so zu benennen. Das Besondere bei Projekten an Schulen: Ressourcen sind knapp, Projektarbeit läuft meist neben der Haupttätigkeit und unterschiedliche Anspruchsgruppen bringen verschiedene Erwartungen ein. Genau hier kann Projektmanagement Orientierung geben.

Wann lohnt sich ein bewussteres Vorgehen?

Sobald ein Vorhaben einmalig ist, ein klares Ziel verfolgt, zeitlich begrenzt ist und mehrere Personen beteiligt sind. Wenn Kolleginnen und Kollegen, die Schulleitung oder weitere Anspruchsgruppen mitwirken und Ressourcen benötigt werden, hilft eine strukturierte Planung.

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Lehrperson präsentiert etwas vor ihren Kolleg:innen

Im CAS Projekte in Schulen leiten arbeiten die Teilnehmenden an einem eigenen Projekt.

Heisst das nicht vor allem: mehr Aufwand und mehr Papier?

Im Gegenteil. Projektmanagement sollte die Arbeit erleichtern. Es geht nicht darum, möglichst viele Methoden oder Dokumente einzusetzen. Entscheidend ist, die passenden Instrumente zu wählen. Schon eine kurze Klärung zu Beginn kann viel bewirken: Was wollen wir erreichen? Wer ist beteiligt? Welche Ressourcen stehen zur Verfügung? Und wer entscheidet was?

Was ist dabei im Schulumfeld besonders wichtig?

Projekte bedeuten oft Veränderung. Deshalb spielen Kommunikation und Beteiligung eine zentrale Rolle. Widerstand oder Bedenken sind nicht automatisch negativ. Andere Sichtweisen können helfen, ein Vorhaben zu verbessern. Wichtig ist, relevante Personen früh einzubeziehen und Erwartungen zu klären.

Online Info-Veranstaltung

Am 5. November 2026 von 17.00 bis 18.00 Uhr können Interessierte alles Wichtige zum CAS Projekte in Schulen leiten erfahren. 

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Im CAS arbeiten die Teilnehmenden an einem eigenen Projekt. Weshalb?

Damit das Gelernte unmittelbar in den Berufsalltag fliesst. Die Teilnehmenden bringen ein aktuelles Projekt aus ihrem Schulumfeld mit und entwickeln es während des CAS weiter – von der Initiierung über die Planung und Umsetzung bis zur Evaluation. So entsteht ein doppelter Nutzen: Sie bilden sich weiter und bringen gleichzeitig ein konkretes Vorhaben voran. Auch der Austausch in der Gruppe ist wichtig, weil die Teilnehmenden von unterschiedlichen Projekten und Erfahrungen lernen.

Und was bleibt nach Abschluss des Projekts?

Vor allem mehr Handlungssicherheit. Die Teilnehmenden sollen bei einem neuen Vorhaben schneller einschätzen können: Was ist jetzt wirklich wichtig? Welche Fragen müssen zuerst geklärt werden? Und welches Instrument hilft tatsächlich weiter? Diese Kompetenzen sind auch ausserhalb klassischer Projekte nützlich – etwa bei Unterrichtsplanung, Teamarbeit, Klassenanlässen oder Lernprojekten. Sie helfen, Prioritäten zu setzen, Aufgaben zu strukturieren, Termine zu koordinieren und Ressourcen realistischer einzuschätzen.

Projektmanagement als Entlastung im Berufsalltag?

Genau. Wer klarer plant und Erwartungen früh klärt, behält eher den Überblick. Das stärkt auch die Kommunikation mit Eltern, Schulleitung, Fachpersonen und weiteren Beteiligten. Der CAS vermittelt deshalb nicht einfach Methoden, sondern ein Grundhandwerk, das Lehrpersonen und Schulleitungen in unterschiedlichen Situationen nutzen können.

Der Lehrgang startet im Frühling 2027. Anmeldeschluss ist der 28. Februar 2027.