Vertrauen gilt als das unsichtbare Bindemittel der Gesellschaft. Das Wissenschaftscafé Bern lädt dazu ein, die Mechanismen von Vertrauen und Skepsis gegenüber politischen Institutionen, Medien und der Wissenschaft gemeinsam mit Fachleuten zu beleuchten.
In Zeiten von Filterblasen und einer stetig wachsenden Informationsflut scheint dieses Bindemittel brüchig zu werden. Die Frage nach der Verlässlichkeit von Informationen ist aktueller denn je. Während klassische Bildungsinstitutionen und wissenschaftliche Erkenntnisse früher als feste Orientierungspunkte dienten, verlassen sich heute viele Menschen auf algorithmisch gesteuerte Social Media Feeds oder die eigene Internetrecherche. Dieser Wandel führt zu neuen Herausforderungen:
- Schwindet das Vertrauen in Politik und Wissenschaft tatsächlich oder wandelt es sich nur?
- Wie beeinflussen soziale Medien unsere Urteilsfähigkeit und fördern Polarisierung?
- Welche Auswirkungen hat dieser Trend auf etablierte Bildungs- und Vermittlungsprozesse?
- Wo können in der Informationsflut noch Fakten gefunden werden, und welche Kompetenzen werden dafür benötigt?
Das Wissenschaftscafé bietet eine Plattform, um diese Fragen mit Expertinnen und Experten zu diskutieren. Die Veranstaltungsreihe fördert den Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zu aktuellen Themen.
Mit dem Publikum diskutieren:
- Prof. Dr. Katharina Kalcsics, Bereichsleiterin Fachwissenschaften und Fachdidaktiken, Institut Primarstufe, PHBern
- Prof. Dr. Tobias Rohrbach, Assistenzprofessor für digitalen Journalismus, Universität Fribourg
- Prof. Dr. Isabelle Stadelmann-Steffen, Institut für Politikwissenschaft, Universität Bern
Moderation: Beatrice Born, ehemals SRF2 Kultur
Die Veranstaltung wird von der Stiftung Science et Cité in Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule PHBern, der Universität Bern und der Berner Fachhochschule durchgeführt.