Digitale Technologien bieten neue Lernchancen, können aber bestehende soziale Ungleichheiten verstärken. Forschungen zeigen: Benachteiligungen im digitalen Raum treffen dieselben Gruppen wie im analogen Alltag – etwa Menschen mit Migrationserfahrungen, geringem Einkommen oder gesundheitlichen Einschränkungen. Schulen stehen daher vor der Aufgabe, diesen Ungleichheiten aktiv entgegenzuwirken.
Die Arbeitsgruppe Digital Equality der PHBern hat deshalb ein kooperatives Brettspiel entwickelt, das Lehrende und Lernende spielerisch für Ungleichheiten in der digitalen Bildung sensibilisiert – und gemeinsam Lösungsansätze entwickeln lässt.
Das Spiel hat zum Ziel, die komplexe Verschränkung struktureller Privilegierung und Marginalisierung erfahrbar machen. Lehrpersonen und weitere Fachpersonen im Schulumfeld sollen zur kritischen Auseinandersetzung mit ihren eigenen Konstruktionen von Differenz und der Rolle der Schule als Institution angeregt werden. Weiter soll das Spiel Möglichkeiten darlegen, den Lernenden trotz unterschiedlicher Ausgangslage Bildungserfolg zu ermöglichen.