Künstliche Intelligenz eröffnet Schulen neue Möglichkeiten – von der Unterrichtsvorbereitung über differenzierte Lernangebote bis zu administrativen Aufgaben. Für Schulleitungen stellt sich dabei weniger die Frage, welches Tool gerade aktuell ist. Entscheidend ist, wie KI pädagogisch sinnvoll und verantwortungsvoll eingesetzt werden kann.
Drei Fragen helfen bei der Orientierung:
- Welches konkrete Problem soll KI lösen?
- Welche Entscheidungen müssen weiterhin bei Menschen bleiben?
- Welche Kompetenzen brauchen Lehrpersonen und Lernende für einen reflektierten Umgang?
Denn eine schnell erzeugte Aufgabe für die Lernenden ist nicht automatisch eine gute Aufgabe. Auch KI-generierte Rückmeldungen oder Vorschläge müssen fachlich und pädagogisch geprüft werden. Verantwortung für Unterricht, Beurteilung und den Umgang mit Daten lässt sich nicht an eine KI delegieren.
Für Schulleitungen bedeutet das: Einzelne Experimente mit KI sind wertvoll, auf Dauer braucht es jedoch eine gemeinsame Orientierung. Es muss nicht zwingend die umfangreiche KI-Strategie sein. Schulen sollten jedoch grundlegende Fragen klären. Beispielsweise wofür KI eingesetzt wird, welche Daten verwendet werden dürfen, wie Transparenz hergestellt wird und wer die Qualität der Ergebnisse verantwortet.
Mit KI Schritt zu halten heisst deshalb nicht, jedes neue Werkzeug zu kennen. Es heisst, die richtigen Fragen zu stellen und auch unter veränderten technologischen Bedingungen urteilsfähig zu bleiben.
Unterstützung holen
Die PHBern bietet Lehrpersonen, Schulleitungen und weitere schulische Fachpersonen ein vielfältiges Weiterbildungsangebot, um sich fundiert mit künstlicher Intelligenz im schulischen Umfeld auseinanderzusetzen. Die Formate bieten praxisnahe Einblicke, ermöglichen fachliche Vertiefungen und unterstützen bei der Entwicklung einer sicheren Haltung im Umgang mit künstlicher Intelligenz.