Die PHBern bietet in Kooperation mit der PH Luzern einen mehrmonatigen Bildungsurlaub speziell für Schulleitende an. Das schweizweit einzigartige Angebot verbindet kompakte Führungsmodule, individuelle Entwicklungsprojekte sowie frei wählbare Weiterbildungen mit einem kantonsübergreifenden Netzwerk.
Worum geht es?
Schulleitende agieren in einem anspruchsvollen und dynamischen Arbeitsumfeld, geprägt von hoher Komplexität, vielfältigen Erwartungen und einer grossen operativen Verantwortung. Im Berufsalltag bleibt häufig wenig Zeit für vertiefte Auseinandersetzung mit zentralen Führungsthemen, für die Reflexion des eigenen Handelns oder für die Entwicklung zukunftsgerichteter Perspektiven für die eigene Schule.
Die Intensivweiterbildung schafft gezielt Freiräume für eine fundierte Standortbestimmung und eröffnet neue Perspektiven auf die eigene Führungsrolle. Der Austausch mit anderen Schulleitenden unterstützt dabei, Erfahrungen zu reflektieren, voneinander zu lernen und die eigene Wirksamkeit weiterzuentwickeln.
Drei praxisorientierte Module zu den Themen Führung, Gesundheit sowie Entwicklung und Vision bilden den gemeinsamen Rahmen. Die Durchführung erfolgt an der PHBern und der PH Luzern. Den grössten Teil der Weiterbildung gestalten die Teilnehmenden individuell: sie verfolgen eigene Projekte, vertiefen persönliche Schwerpunkte und integrieren gezielte Weiterbildungen. Dabei werden die Teilnehmenden von erfahrenen Coachingpersonen mit Führungshintergrund begleitet.
Der bewusste Abstand vom beruflichen Alltag ermöglicht es, neue Ideen zu entwickeln, die eigene Führungsperspektive zu erweitern und nachhaltige Impulse für die Schulentwicklung zu setzen.
Ziele
Die Teilnehmenden
- erhalten neue Impulse für ihre Schulleitungstätigkeit
- reflektieren ihre berufliche Situation und ihr Führungshandeln
- erhöhen ihre Kompetenz im Umgang mit Belastungen und Stress
- führen mindestens ein individuelles Projekt im Zusammenhang mit ihrer Berufstätigkeit durch
- erleben die Führungstätigkeit aus anderer Perspektive und formulieren daraus Erkenntnisse für ihr eigenes Führungshandeln
- vernetzen sich professionell, kantonal und interkantonal
- kehren gestärkt in den Berufsalltag zurück.
Von der Gesamtkonzeption über die Inhalte und Aufgaben hin zur unglaublich motivierten und zusammenspielenden Teilnehmendengruppe hat alles gepasst.
Dauer und Arbeitsorte
Die Intensivphase mit Beurlaubung dauert für Schulleitende aus dem Kanton Bern insgesamt 14 Wochen vom 18. Oktober 2027 bis 23. Januar 2028. Das Angebot umfasst 12 Präsenztage an der PHBern, der PH Luzern oder den festgelegten Exkursionsorten. Die Austauschtreffen und Netzwerktätigkeiten sowie die persönlichen Coachinggespräche werden individuell oder in den Gruppen festgelegt und können auch online durchgeführt werden.
Die Planung der individuellen Vorhaben startet im März 2027. Das Angebot endet mit einem Abschlusstreffen im September 2028.
Die Intensivweiterbildung für Schulleitende ist kombinierbar mit den bestehenden Quartalsangeboten der PHBern.
Ablauf und Form
Intensivphase
In der Intensivphase werden die Schulleitenden von ihrer beruflichen Tätigkeit beurlaubt. Sie besuchen Module zu den folgenden Themen
Modul 1: Führung (2 Tage)
- Standortbestimmung
- Führungsbiographie
- Führungshandeln und Führungswerte
Modul 2: Gesundheit (2 Tage)
- Selbstführung
- Gesundheit und Resilienz
- Umgang mit Herausforderungen
Exkursion (1 Tag)
Modul 3: Entwicklung und Vision (2 Tage)
- Vision Schule
- Schulentwicklung
- Führungshandeln im Kontext der Organisationsentwicklung
In der Intensivphase steht die meiste Zeit für individuelle Projekte, eigene Themen und Weiterbildungen zur Verfügung. Die so genannten „Individuellen Vorhaben“ werden in der Vorphase geplant. Fester Bestandteil darin ist der selbstorganisierte Einblick in die Führungstätigkeit in einer anderen Institution.
Transferphase
Das Ziel der Transferphase ist einerseits der Aufbau und die Pflege eines Netzwerks unter den Teilnehmenden. Ein wichtiger Bestandteil ist das gemeinsame Austausch- und Transfertreffen drei Monate nach dem Ende der Hauptphase. Hier geben die Teilnehmenden einander Einblick in ihre individuellen Projekte und Vorhaben und präsentieren wichtige Erkenntnisse. In diesem Rahmen wird auch das Pilotangebot evaluiert.
Das Abschlusstreffen acht Monate nach dem Ende der Intensivphase dient der langfristigen Transfersicherung der persönlichen Projekte und Vorhaben.
Teilnahmebedingungen
Teilnahmeberechtigt sind Schulleitungspersonen der Volksschulstufe und der Sekundarstufe II mit einer Anstellung im Kanton Bern. Die Teilnahme erfolgt im Umfang der Anstellung, aber zu mindestens 40%.
Die Teilnehmenden sind seit mindestens 8 Jahren im bernischen Schuldienst tätig und ihre Pensionierung ist frühestens in 4 Jahren. Sie haben bisher maximal 3 Monate Bildungsurlaub bezogen.
Alle gemeinsamen Termine in der Vorphase, der Intensivphase und der Transferphase sind verbindlich. Erwartet wird die Bereitschaft, Verantwortung für die Planung, Durchführung und Evaluation der individuellen Vorhaben zu übernehmen. Eine Kompensation bzw. Anpassung an die Anstellungsgrösse erfolgt über den Umfang der individuellen Projekte und Weiterbildungen.
Im Kanton Bern werden die individuellen Projekte im Rahmen des Aufnahmeverfahrens durch die Kommission für Bildungsurlaube geprüft und bewilligt.