DigitalDay 2026: Welche Kompetenzen braucht es in der KI-Ära?
Der neue Rahmenlehrplan fordert auf, die Rolle der Schule in einer komplexen, digitalen Welt neu zu denken
Der neue Rahmenlehrplan ruft dazu auf, die Rolle der Schule in einer zunehmend komplexen und vernetzten Welt neu zu denken. Dabei rückt er die Bedeutung transversaler und überfachlicher Kompetenzen sowie Werte und Haltungen in den Vordergrund.
Die diesjährige Veranstaltung lädt Lehrpersonen ein, zu erkunden, wie diese Anforderungen in ihrem Unterricht umgesetzt werden könnten und befasst sich mit grundlegenden Fragen:
- Was ist kritisches Denken?
Kritisches Denken bedeutet, Informationen nicht einfach zu übernehmen, sondern sie zu hinterfragen, logisch zu analysieren und in einen erweiterten Kontext zu stellen. Im Unterricht der Sek II ist dies zentral, weil wir lernen müssen, Argumente zu prüfen, eigene Standpunkte zu entwickeln und fundierte Entscheidungen zu treffen – Fähigkeiten, die für Studium, Beruf und gesellschaftliche Teilhabe notwendig sind. - Weshalb brauchen wir politische Bildung mehr denn je?
In einer Zeit von Fake News, Polarisierung und komplexen globalen Herausforderungen ist politische Bildung unverzichtbar. Sie befähigt junge Erwachsene, demokratische Prozesse zu verstehen, sich eine eigene Meinung zu bilden und verantwortungsvoll zu handeln. Gerade auf der Sek II, wo junge Menschen bald aktiv am politischen Leben teilnehmen, ist es wichtig, ihnen Orientierung und Werkzeuge für eine reflektierte Meinungsbildung zu geben. - Wie können wir systemisches Denken fördern?
Systemisches Denken bedeutet, Wechselwirkungen und Zusammenhänge zu erkennen, anstatt isolierte Fakten zu betrachten. Dies lässt sich im Unterricht fördern, indem wir fächerübergreifende Projekte, Fallstudien oder Simulationen einsetzen. So lernen die Schülerinnen und Schüler, komplexe Probleme wie Klimawandel oder Wirtschaftskrisen nicht eindimensional, sondern vernetzt zu betrachten – eine Schlüsselkompetenz für die Zukunft.
Am DigitalDay reflektieren wir gemeinsam über die Kompetenzen, Haltungen und Werte, die im digitalen Zeitalter erforderlich sind – nicht nur, um sich zurechtzufinden, sondern um komplexe ethische, soziale und technologische Verwicklungen bewusst mitzutragen.
Keynote Speaker
Tobias Röhl ist Professor für Digitales Lernen und Lehren an der PH Zürich. In seiner Arbeit beschäftigt er sich mit den Herausforderungen und Möglichkeiten digitaler Transformation in der schulischen Bildung. Dabei verbindet er wissenschaftliche Forschung mit praxisnaher Lehr- und Schulentwicklung und unterstützt Schulen, Lehrpersonen und Studierende dabei, digitale Technologien sinnvoll, kritisch und kreativ einzusetzen.
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Bereichsleiter Weiterbildung und Dienstleistungen Sekundarstufe II
Institut Sekundarstufe II
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