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Starke Botschaft, kraftvolle Melodien: FaPINK und Tabula Musica

Im Musikhaus der PHBern fand ein unvergesslicher Abend im Zeichen der Inklusion statt. Rund 70 Gäste erlebten die beeindruckende Performance des inklusiven Orchesters Tabula Musica, dessen kraftvoller und mitreissender Sound das Publikum begeisterte.

Die klare Botschaft des Abends: Inklusion in Kultur und Bildung soll gefördert und zu einer Selbstverständlichkeit in der Gesellschaft werden!

Das Team des Projekts "FaPINK – Fachperson Inklusion", angeführt von der Projektleiterin Caroline Sahli Lozano, blickt auf einen gelungenen Event zurück.  

Impressionen vom musikalischen Abend im Zeichen der Inklusion: 

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Über die PHBern Schulische Heilpädagogik
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Event-Rückblick: Rund 70 Personen setzten letzten Donnerstag im Musikhaus ein Zeichen für die Inklusion: Caroline Sahli präsentierte das Projekt "FaPINK – Fachperson Inklusion" der PHBern und das inklusive Orchester Tabula Musica unterstrich mit kraftvollen Melodien die Bedeutung des Themas.

IF-Tagung: Neue Autorität und weitere Ansätze

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Unterricht auf Augenhöhe

Schulen stehen vor neuen Herausforderungen: Die Einbindung von Schülerinnen und Schülern mit speziellem Bildungsbedarf und der Umgang mit schwierigem Verhalten fordern Lehrpersonen und Schulteams in der integrativen Förderung (IF) besonders. 

Im viel diskutierten Artikel im Tages-Anzeiger vom 16. Januar 2024 sagt Schulleiter Sebastian Teuscher: "Die klassische Autorität hat ausgedient." Angst machen, Drohen, Erpressen, Anschreien, Manipulieren –  sei alles vorbei. Stattdessen sollten Lehrpersonen und Eltern auf verbindliche Regeln, Respekt und Strukturen setzen. An die Stelle einer Autorität durch Macht trete nun eine neue Autorität durch Beziehungsarbeit. Ist dies wirklich die Lösung? Der lang ersehnte Weg, der Lehrpersonen und Schulleitungen "Raus aus der Ohnmacht" führt?

Neue Ansätze im Umgang mit Vielfalt und herausforderndem Verhalten im Unterricht zeigen, nebst herkömmlichen Lehr- und Lernmethoden, vielversprechende Erfolge. 

Erfahren Sie mehr am Samstag, 23. März 2024, an der IF-Tagung 2024 "Gemein­sam Freiräume nutzen – Herausforderungen stark begegnen" an der PHBern. Nebst dem Eingangsreferat von Regina Haller vertiefen Referentinnen und Referenten in elf Workshops die Thematik "herausfordernden Situationen stark begegnen". 

Für eine theatrale Begleitung und eine etwas andere Tagungszusammenfassung sorgen die "Varietäter", die das Unterhaltungsprogramm bilden. 

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Das pädagogische Modell der Neuen Autorität erfreut sich grosser Beliebtheit. Passend dazu findet die IF-Tagung am Samstag, 23. März 2024, in Bern statt. Regina Haller, Schulleiterin und Mitautorin des Buches "Raus aus der Ohnmacht", eröffnet den Anlass mit ihrem Referat über die Neue Autorität.

Keine Qualifikation? Weiterbildungen Schulische Heilpädagogik

Personen, die ohne Qualifikation im Bereich der Schulischen Heilpädagogik (SHP) arbeiten, leisten einen wichtigen Beitrag für die Schule. 

Zugleich ist ihre Tätigkeit aufgrund der fehlenden Ausbildung und Praxis höchst anspruchsvoll und herausfordernd.

Die PHBern bietet mit verschiedenen Weiterbildungsformaten Unterstützung.

Diese Angebote ersetzen nicht die erforderliche Qualifikation als Schulische Heilpädagogin oder Schulischer Heilpädagoge. Sie stärken Personen, die ohne Qualifikation im Bereich SHP arbeiten, in der täglichen Arbeit mit Schülerinnen und Schülern und vermitteln ihnen durch Einblicke in relevante Aspekte der Schulischen Heilpädagogik die notwendige Orientierung in diesem vielschichtigen Arbeitsfeld.

Die Weiterbildungsformate ersetzen nicht die erforderliche Qualifikation als Schulische Heilpädagogin oder Schulischer Heilpädagoge. Sie vermitteln lediglich die notwendige Orientierung in diesem vielschichtigen Arbeitsfeld.
Prof. Dr. Michael Eckhart  -  Leiter Institut für Heilpädagogik
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Zurzeit mangelt es nicht nur an qualifizierten Lehrpersonen, sondern auch an Fachkräften in der Schulischen Heilpädagogik. Die PHBern hilft mit massgeschneiderten Weiterbildungen, die Zeit bis zum Masterstudiengang professionell zu überbrücken.

Vernissage: "Mein Leben als Autistin"

Am Freitag, 30. August 2024, stellt die Künstlerin Sara Peeters an der PHBern ihre Arbeiten vor. Sie zeichnet Comics, die Einblicke in ihr Leben als Autistin geben und ihre einzigartigen Erfahrungen und Perspektiven anschaulich darstellen. 

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Comic von Sara Peeters

Die PHBern unterstützt Lehrpersonen dabei, Kinder und Jugendliche aus dem Autismus-Spektrum und mit AD(H)S optimal zu begleiten. Eine gelingende Kommunikation und Interaktion zwischen Menschen mit und ohne Autismus erfordert beidseitiges Verständnis und Wissen. 

Im Rahmen der Kursreihe Autismus und AD(H)S vermittelt die PHBern wichtiges Wissen zu Fragen wie beispielsweise: Welche Strategien und Unterrichtsmaterialien sind geeignet? Sollten Diagnosen wie Autismus und ADHS in der Klasse offengelegt werden? Warum bleiben viele Mädchen im Autismus-Spektrum oft unerkannt?

Zur Vertiefung dieser Themen präsentiert die PHBern die Ausstellung "Mein Leben als Autistin" von Sara Peeters. Die Künstlerin zeichnet Comics, die Einblicke in ihr Leben als Autistin geben und ihre einzigartigen Erfahrungen und Perspektiven anschaulich darstellen. 

Zur Eröffnung der Ausstellung findet am Freitag, 30. August 2024, um 18.15 Uhr eine Vernissage statt. Nutzen Sie die Gelegenheit, die Künstlerin persönlich kennenzulernen und mehr über ihre inspirierende Arbeit zu erfahren. 

Die Ausstellung ist vom Freitag, 30.8., bis am Montag, 9.9.2024, während den PHBern-Öffnungszeiten, im 2.OG öffentlich zugänglich.

Ein Besuch lohnt sich! Bereichern Sie ihren pädagogischen Alltag mit neuen Perspektiven.

Ich setze Illustration eher als eine Form der Kommunikation und des Verständnisses ein, als eine Kunstform, die auf Erfahrungen, Texten oder Präsentationen basiert.
Sara Peeters  -  Künstlerin und Software-Entwicklerin

Zur Künstlerin

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Sara Peeters

Sara Peeters war früher Photonik-Ingenieurin und hat nach ihrer Autismus-Diagnose den Beruf gewechselt, um Software-Entwicklerin zu werden. "Ich liebe es, Dinge zu erschaffen, sei es das Schreiben von Software für verschiedene Projekte, das Nähen meiner eigenen Kleidung in meiner Freizeit oder das Zeichnen visueller Notizen für alles", erzählt sie. Ihre Illustration sieht sie eher als eine Form der Kommunikation und des Verständnisses, als eine Kunstform. Die Künstlerin ist in Belgien geboren und lebt nun in ihrer Wahlheimat Schweiz, wo sie gerne die Natur erkundet.                                                                          

Kontakt

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PHBern, Fabrikstrasse 8, 3012 Bern. Im 2. Obergeschoss vor dem Institut für Heilpädagogik (IHP)

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IHP

Autismus in Comics erklärt

Die Vernissage war ein voller Erfolg: Rund 60 Personen sind an die PHBern gekommen, um die Künstlerin Sara Peeters kennenzulernen. Sara Peeters erklärt trotz ihrer Sprechblockaden, wie sie das Visualisieren mittels Comics für sich entdeckt hat. Und weshalb es für sie zu einem Kommunikationsmittel geworden ist. Die anwesenden Personen waren sichtlich berührt von ihren Worten und Zeichnungen. Vernissage verpasst? Im Interview stellt sich die Künstlerin vor. 

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Organisatorin Susanne Enggist und Künstlerin Sara Peeters

Die Organisatorin Susanne Enggist (links) und Künstlerin Sara Peeters eröffnen die Ausstellung.

Wieso zeichnen Sie Comics?

Nach meiner Diagnose habe ich den Austausch zu anderen Autisten und Autistinnen gesucht. Ich habe viel gelesen und Vorträge besucht. Da reden für mich sehr stressig ist und ich immer wieder Sprechblockaden habe, habe ich das Zeichnen als Kommunikationsmethode gewählt. Mein Ziel ist, meine Erfahrungen als Autistin zu teilen. Vor ein paar Jahren habe ich einen Sketchnotes-Workshop besucht. Hier versucht man ganz explizit und ohne Perfektionismus zu zeichnen. Ein Bild ist gut, wenn es zusammen mit dem dazugehörigen Text, die erwünschte Botschaft mitteilt. Es muss keine Kunst sein, sondern Kommunikation. Diesen Ansatz habe ich übernommen. 

Welches Thema ist bei ihren Werken zentral?

Die Reizüberflutung. Im Leben von Autistinnen und Autisten spielt sie eine wichtige Rolle. Während meiner Schulzeit konnte ich diese Erfahrung noch nicht verstehen und erkennen. Reize können alles Mögliche sein: von einfachen sensorischen Reizen wie ein Hintergrundgeräusch oder die Kleider auf der Haut über Planänderungen und komplizierte Aufgaben, die plötzlich eine Unmenge an Gedanken generieren, bis hin zur sozialen Interaktion. 

Eine Reizüberflutung nehme ich wie folgt wahr: Kleine Sachen werden plötzlich ganz gross und unkontrollierbar. Beispielsweise Geräusche, die ich vorher aushalten konnte, nehme ich plötzlich viel lauter wahr. Kleine Probleme, wie die Entscheidung, ob ich eine Jacke anziehen soll oder nicht, werden plötzlich riesig und unlösbar. Auch Emotionen werden auf einmal viel überwältigender. Wenn dies eintrifft, weiss ich, dass nur eines hilft: Die Reize sofort zu stoppen.  

Wenn die Reizüberflutung nicht sofort erkannt wird, kann es zu einem Shutdown (eine totale Blockade, die die Mobilität und die Kommunikation sehr einschränkt oder ganz zum Erliegen bringt) oder einem Meltdown kommen. Das ist ein Ausbruch der internen Spannung begleitet von Weinen, Schreien oder um sich Schlagen. 

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Publikum betrachtet die Kunst

Die Vernissage war ein voller Erfolg: Rund 60 Personen kamen, um die Künstlerin Sara Peeters kennenzulernen. 

Was ist so schwierig daran in der Schulzeit?

Bei jungen Menschen gibt es im Schulalltag bezüglich Reizüberflutung zwei Hürden. Einerseits ist man noch nicht so gut darin, eine Reizüberflutung zu erkennen. Es kann alles sehr schnell gehen, und woher soll man auch ahnen, dass es sich um eine Reizüberflutung handelt, wenn alles plötzlich lauter als sonst erscheint. Andererseits muss es auch die Möglichkeit zum Rückzug geben. Die Hand aufhalten und fragen, ob man das Zimmer verlassen darf, bedeutet in dem Moment nur noch mehr Überforderung. Reizüberflutungen gibt es bei Autisten und Autistinnen immer wieder, deshalb denke ich, dass es für alle Beteiligten wichtig ist, das Phänomen zu kennen und zu verstehen. 

Ich hätte alles gemacht, um "normal" zu sein und war jedes Mal aufs neue enttäuscht, wenn das nicht geklappt hat.
Sara Peeters  -  Künstlerin und Software-Entwicklerin

Wie haben Sie ihre Schulzeit erlebt?

Ich habe immer sehr gerne gelernt. In der Schule war ich aber sehr einsam und unglücklich. Ich habe bemerkt, dass ich anders war und mit so vielen Sachen Probleme hatte. Niemand wusste weshalb. Mit der Zeit habe ich eine sehr grosse Angst entwickelt, etwas falsch zu machen. Diese Angst hat sich auf Prüfungen ausgewirkt, aber auch auf mein Leben. Ich hätte alles gemacht, um "normal" zu sein und war jedes Mal aufs neue enttäuscht, wenn es nicht geklappt hat. 

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Sara Peeters spricht vor Publikum.

Die Künstlerin Sara Peeters sagt ein paar Wörter zu ihrer Ausstellung "Mein Leben als Autistin". 

Welche Hauptbotschaft möchten Sie mitgeben?

Ich denke, es ist wichtig, Schülerinnen und Schüler ernst zu nehmen. Ich hatte Probleme, fand keinen Anschluss, konnte häufig nicht reden. Zudem hatte ich solche Prüfungsangst, dass ich die Prüfungen leer zurückgegeben habe. Und ja, ich habe mich manchmal unmöglich verhalten. Aber nicht, weil ich eine schwierige Schülerin sein wollte, sondern weil ich es so schwierig hatte und keine andere Lösung fand. Dabei gab es immer wieder Lehrpersonen, die nur das schwierige Kind sahen, und solche, die versucht haben, mir zu helfen. Dank letzteren habe ich meine Schulzeit geschafft. Dafür werde ich ihnen ewig dankbar sein. Auch, wenn es keine perfekten Lösungen gab – die Autismusdiagnose bekam ich erst viele Jahre später – war ihr Hinschauen, Hinhören und Handreichen für mich entscheidend.  

Die Ausstellung ist noch bis am Mittwoch, 18.9.2024, während den PHBern-Öffnungszeiten, im 2.OG öffentlich zugänglich.

Ein Besuch lohnt sich! Bereichern Sie ihren pädagogischen Alltag mit neuen Perspektiven.

Zur Künstlerin

Sara Peeters war früher Photonikingenieurin und hat nach ihrer Autismusdiagnose den Beruf gewechselt, um Softwareentwicklerin zu werden. "Ich liebe es, Dinge zu erschaffen, sei es das Schreiben von Software für verschiedene Projekte, das Nähen meiner eigenen Kleidung in meiner Freizeit oder das Zeichnen visueller Notizen für alles", erzählt sie. Ihre Illustrationen sieht sie eher als eine Form der Kommunikation und des Verständnisses, als eine Kunstform. Die Künstlerin ist in Belgien geboren und lebt nun in ihrer Wahlheimat Schweiz, wo sie gerne die Natur erkundet.

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Portrait von Sarah Peeters
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Über die PHBern Schulische Heilpädagogik
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"Für mich ist es keine Kunst, sondern Kommunikation", erklärt Sara Peeters. Die belgische Künstlerin mit Wahlheimat Bern hat letzten Freitag mit einer Vernissage ihre Ausstellung an der PHBern eröffnet. Wie es dazu kam, dass sie ihr Leben als Autistin illustriert, und wieso sie einigen Lehrpersonen auf ewig dankbar sein wird, verrät sie im Interview.