"Urban Futures": Stadtentwicklung als Lernfeld für Studierende

Interessiert an Stadtentwicklung, Design und Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE)? In der interdisziplinären Lerngelegenheit "Urban Futures" entwickeln Studierende der PHBern und der Berner Fachhochschule (BFH) gemeinsam Lösungen für ein lebenswertes Stadtquartier und erproben, wie sich solche komplexen Themen fächerübergreifend vermitteln lassen.

Stadtentwicklungsprojekt als Fallstudie

Wie bringt man Themen wie Stadthitze, soziale Durchmischung und nachhaltiges Bauen in die Schule? Im interdisziplinären Lernangebot "Urban Futures" erarbeiten Masterstudierende des Instituts Sekundarstufe I (IS1) der PHBern gemeinsam mit Studierenden der BFH Antworten auf diese Frage. Die Lerngelegenheit verbindet die Fachbereiche Natur und Technik (NT), Räume, Zeiten und Gesellschaften (RZG) und Technisches und Textiles Gestalten (TTG). Im Austausch mit Fachpersonen aus Architektur und Stadtplanung sowie in der Arbeit in heterogenen Teams erfahren die Studierenden exemplarisch, wie BNE-Prinzipien in der Praxis funktionieren. 

Als konkrete Fallstudie dient das Stadtentwicklungsprojekt des Meinen-Areals in Bern. Die Projektgruppen untersuchen stadtklimatische und soziale Aspekte, und entwickeln im Design-Thinking-Prozess eigene Quartierentwürfe und -modelle.

Intensiver Lernprozess: vom Fachwissen zum Unterricht

Über ein Semester hinweg durchlaufen die Studierenden einen intensiven Prozess, der Theorie und Praxis verschränkt: 

  • Analyse vor Ort: Untersuchung eines Quartiers im Rahmen von Exkursionen.
  • Eigenständige Forschung: Durchführung von Experimenten, etwa zum Stadtklima.
  • Thematische Vertiefung: Auseinandersetzung mit sozialem Wohnungsbau, urbanen Kreisläufen und Stadtbegrünung.
  • Konzeption: Formulierung der Erkenntnisse in einem Manifest.
  • Modellbau und Präsentation: Gestaltung eines Quartiermodells und Präsentation vor einer Fachjury aus Architektur und Stadtplanung.
  • Didaktischer Transfer: Entwicklung von Unterrichtsideen für die Sekundarstufe I. 

Das sagen die Teilnehmenden über "Urban Futures"

Das Seminar hat den Aspekt der Zukunftsgestaltung und Multiperspektivität für Lehrpersonen super ins Zentrum gestellt. Es ist wahnsinnig wichtig für die Ausdifferenzierung des eigenen Rollenverständnisses.
Feedback aus der Evaluation  -  Interdisziplinarität und Rollenverständnis
Vor allem die architektonische bzw. landschaftsarchitektonische Perspektive ist äusserst spannend, da sie Einblicke bietet, welche ich wahrscheinlich in einer reinen PH-Lerngelegenheit nicht erhalten hätte. Ausserdem schätze ich den Austausch mit Studierenden aus anderen Studiengängen sehr.
Feedback aus der Evaluation  -  Perspektivenvielfalt und interdisziplinärer Austausch
Vielen herzlichen Dank! Cool, visionär und mutig – auch so kann die PH sein. Der Beizug der vielen externen Fachpersonen war eine grosse Bereicherung und eine grosse Wertschätzung unserem Einsatz gegenüber.
Feedback aus der Evaluation  -  Externe Expertise und Praxisorientierung

Ihr Studium am Institut Sekundarstufe I

Die Lerngelegenheit "Urban Futures" zeigt exemplarisch, wie Sie am Institut Sekundarstufe I an der PHBern studieren: Fachwissen verbindet sich mit Schulpraxis, Teamarbeit gehört zum Alltag und der eigene Schwerpunkt lässt sich aktiv gestalten.

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Kontakt

Forschungsbeauftragter
Institut für Forschung, Entwicklung und Evaluation
Fachbereichskoordinator Gestalten
Institut Sekundarstufe I