Sommer-Camp statt Sommerloch

Juli = Saure-Gurken-Zeit? Nicht bei Medienanfragen an die PHBern – was 2025 vor allem an einer beliebten Weiterbildung lag. Am meisten Interesse weckte bei den Redaktionen letztes Jahr aber etwas ganz anderes. Rückblick und Fazit.
Image
Symbolbild Medienanfragen_Journalist mit Notizblock und Kamera
NEWS —

Die wichtigsten Zahlen sind schnell erzählt. Von Januar bis Dezember 2025 verzeichnete die Medienstelle der PHBern 74 Anfragen von Journalistinnen und Journalisten. Spitzenreiter unter den Monaten war der Februar (11 Anfragen), dicht gefolgt vom Juli (10) sowie von Mai und August (je 9).

Spannend ist, welche Themen zu besonders vielen Kontakten mit Medienschaffenden geführt haben. Dabei zieht sich die Künstliche Intelligenz (KI) wie ein roter Faden durchs Jahr. Und zwar zu verschiedensten Aspekten: KI in Schule und Unterricht allgemein, dann im Schulfach Bildnerisches Gestalten und bei der Ausbildung von Lehrpersonen – doch auch als Konkurrenz zu klassischer Bildung und zur Unterstützung bei der Nachhilfe.

Ein Helfer, den jetzt alle kennen

Speziell in den Fokus rückte der KI-Tutor, den die PHBern entwickelt und mit dem sie Neuland unter den Pädagogischen Hochschulen der Schweiz betritt. Der Tutor soll als virtueller Helfer eine KI-sensitive Pädagogik fördern. Zur Vorbereitung eines entsprechenden Forschungsprojekts dienen Tests mit Schulklassen.

Anfang April berichtete SRF darüber im TV-Format "Schweiz aktuell", in der Radiosendung "Rendez-vous" sowie nachgelagert in zahlreichen weiteren Formen. Addiert man die offiziellen Reichweiten sämtlicher SRF-Beiträge, erreichten die Informationen der Pädagogische Hochschulen allein so potenziell 10,6 Millionen Menschen. Rein rechnerisch also mehr als die gesamte Bevölkerung hierzulande.

Der CAS und das Camp

Auch sonst erfreute sich die PHBern in den vergangenen zwölf Monaten einer regen Medienresonanz. Nach der KI zählten zwei Angebote des Instituts für Weiterbildung und Dienstleistungen (IWD) zu den Spitzenreitern: der CAS (Certificate of Advanced Studies) Unterrichten mit ausländischem Lehrdiplom und das im Juli zum dritten Mal mit grosser Beteiligung durchgeführte Sommer-Camp für Personen, die ohne Lehrdiplom an einer Berner Schule unterrichten. Zu beiden trafen jeweils drei Anfragen ein. Dies macht deutlich, dass der Lehrpersonenmangel als Hintergrundthema die Öffentlichkeit weiterhin bewegt – jedoch weniger als 2024. Letzteres dürfte mit einer gewissen Entspannung der Lage zusammenhängen.

Erstmals mehr als 1'000

Ebenfalls auf breite Beachtung stiess im September der Jahresmedienanlass der Pädagogischen Hochschule. Er stand einerseits im Zeichen des 20-Jahr-Jubiläums, zu welchem Rektor Martin Schäfer 2025 mehrfach interviewt wurde. Anderseits ging es um den Blick in die schulische Zukunft. Wie diese aussehen kann, zeigte ein Rundgang im Schulhaus Spitalacker in Bern, das Unterrichten und Betreuen durch innovative räumliche Lösungen, Blockzeiten und Ganztagesstrukturen verbindet. Das grösste Echo in der Berichterstattung fand allerdings die Bekanntgabe eines Rekords: Erstmals haben in einem Jahr mehr als 1'000 Personen neu ein Studium in Angriff genommen. 

Abschliessend eine Auswahl weiterer spannender Medienanfragen. Sie illustrieren, was für ein breites Themenspektrum die PHBern abdeckt – und welches Gewicht ihr Expertenwissen immer wieder erhält: