Medienmitteilungen

Regelmässig informiert die PHBern über ihre Studierendenzahlen, über neue Angebote und nimmt Stellung zu aktuellen Themen.

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Medienmitteilungen 2020

2. Juni 2020

Heilpädagogischer Schwerpunkt auf der Primarstufe startet als Pilot im September 2020

Der Bachelor Primarstufe+ des Instituts Vorschulstufe und Primarstufe (IVP) der PHBern ist ein neues Angebot für angehende Lehrpersonen der Primarstufe. Dieser Studiengang ermöglicht einen Schwerpunkt in Schulischer Heilpädagogik und wird in Zusammenarbeit mit dem Institut für Heilpädagogik angeboten. Ein ähnliches Angebot hat sich bereits für angehende Lehrpersonen der Sekundarstufe I bewährt.

Die Volksschule befindet sich im Wandel. Heterogenität wird zunehmend zur Normalität in den Klassenzimmern. Infolge der Integration von Kindern mit besonderem Bildungsbedarf in Regelklassen benötigen vermehrt auch Regellehrpersonen heilpädagogische Kompetenzen. Mit dem Bachelor Primarstufe+ geben sich Studierende der Primarstufe ein heilpädagogisches Profil, welches sie befähigt, auf der Primarstufe unterrichtsbezogen heilpädagogisch kompetent zu handeln. Im September 2020 startet eine kleine Gruppe von Studierenden in einem Pilotstudiengang. Ab Sommer 2021 steht das Angebot dann einem grösseren Kreis von Studierenden offen, welche im letzten Studienjahr vor dem Bachelorabschluss und im Folgejahr einen heilpädagogischen Schwerpunkt setzen wollen. „Der Schwerpunkt entspricht einem grossen Bedürfnis“, ist Prof. Dr. Daniel Steiner überzeugt. Der Leiter des Instituts Vorschulstufe und Primarstufe der PHBern empfiehlt die Vertiefung auch Studierenden, die später Schulische Heilpädagogik studieren wollen. Der Leiter des Instituts für Heilpädagogik Prof. Dr. Michael Eckhart betont, dass den Studierenden die Zusatzleistungen angerechnet werden. Vor einigen Jahren lancierten das Institut Sekundarstufe I und das Institut für Heilpädagogik der PHBern ein ähnliches Angebot. Dieses stösst auf reges Interesse.

Studienaufbau
Das Bachelorstudium Primarstufe+ besteht einerseits aus einem regulären Bachelorstudium mit heilpädagogischen Schwerpunkten. Andererseits werden am Institut für Heilpädagogik zusätzliche Veranstaltungen im Umfang von 24 ECTS-Punkten absolviert. Diese werden im Rahmen von drei Facherweiterungen angeboten.

Abschluss
Das Bachelorstudium wird mit dem Bachelor of Arts PHBern in Pre-Primary and Primary Education sowie dem eidgenössisch anerkannten Lehrdiplom für die Vorschulstufe und die Primarstufe abgeschlossen. Sobald alle drei Facherweiterungen Primarstufe+ abgeschlossen sind (in der Regel innerhalb eines Jahres nach dem Bachelorabschluss), erhalten die Absolventinnen und Absolventen einen Ausweis des heilpädagogischen Profils.

Medienmitteilung als PDF

25. Mai 2020

Neuer Studiengang: Mit dem Konsekutiven Master zum Lehrdiplom für die Sekundarstufe I

Der neue Studiengang des Instituts Sekundarstufe I der PHBern ermöglicht Personen, die bereits über einen Bachelorabschluss einer Universität oder Fachhochschule in einem stufenrelevanten Unterrichtsfach verfügen, einen Weg zum Lehrdiplom für die Sekundarstufe I. Das neue Angebot macht den Wechsel von der Universität an die Pädagogische Hochschule attraktiv und dient zudem als Massnahme gegen den Lehrpersonenmangel auf der Sekundarstufe I. Der EDK-anerkannte Masterstudiengang startete im Herbstsemester 2019 als Pilotstudiengang in seine erste Durchführung und wurde nun per Frühjahrssemester 2020 durch kleinere Anpassungen im Studienplan optimiert.

Der Konsekutive Master richtet sich an Personen, die nach Abschluss ihres Bachelordiploms einer Uni-versität oder Fachhochschule (v.a. Hochschule der Künste) ihr Wissen und ihre Leidenschaft für den studierten Fachbereich an Schülerinnen und Schüler der Oberstufe weitergeben möchten. Er baut dabei auf dem fachwissenschaftlichen Studium auf und bereitet die Studierenden optimal auf die Arbeit als Lehrperson vor.

Das Masterstudium dauert in der Regel vier bis fünf Semester (Vollzeit), wenn keine fachwissenschaftli-chen Auflagen erfüllt werden müssen. Der Konsekutive Master, der sich durch einen hohen Praxisanteil auszeichnet und berufsbegleitend studiert werden kann, ermöglicht einen auf die Zielgruppe spezifisch zugeschnittenen Weg zum Lehrdiplom für die Sekundarstufe I. Vor der Einführung des Konsekutiven Masters mussten auch Personen mit einem Bachelorabschluss einer Universität oder Fachhochschule über das aus Bachelor und Master bestehende Volldiplom-Studium ihr Lehrdiplom erwerben. Der neue Masterstudiengang ist eine von mehreren Massnahmen der PHBern, um dem aktuellen Lehrpersonen-mangel im Kanton Bern entgegenzuwirken.

Der Konsekutive Master kommt einem Bedürfnis entgegen, sowohl vonseiten der Studierenden wie auch der Schulen. Für die nächste Durchführung ab dem Herbstsemester 2020 kann man sich noch bis am 31. August 2020 anmelden: www.phbern.ch/anmeldung-is1.

Weitere Informationen zum Studiengang finden Sie unter: www.phbern.ch/konsekutivermaster

13. März 2020

PHBern sagt alle Präsenzveranstaltungen ab

Ab sofort und bis mindestens am 18. April 2020 finden an der PHBern keine Veranstaltungen mehr statt. Dies gilt sowohl für die Ausbildungen wie auch für die Weiterbildungsangebote.

Der heutige Entscheid des Bundesrates hat zur Folge, dass an der PHBern keine Veranstaltungen mehr vor Ort durchgeführt werden können. Dies bedeutet aber nicht, dass die Studierenden ihr Studium unterbrechen müssen. Die PHBern wird für sie rasch und möglichst umfassend digitale Lernangebote entwickeln und anbieten. Der PHBern ist es ein Anliegen, dass die Studentinnen und Studenten trotz der besonderen Lage weiterstudieren und auch Prüfungen absolvieren können. Da an den Volksschulen sowie den Schulen der Sekundarstufe II kein Präsenzunterricht mehr stattfindet, werden für die anstehenden Praktika Lösungen erarbeitet. 

13. März 2020

PHBern sagt Infoanlass für Studieninteressierte ab

Als Massnahme gegen die Verbreitung des Coronavirus findet der Infoanlass zum Studieren an der PHBern vom 14. März 2020 nicht statt.
Infos zum Studieren gibt es auf den Websites der Grundausbildungen unter www.phbern.ch/studium. Persönliche Fragen werden von den Studienberatungen beantwortet. Kontakt: www.phbern.ch/studienberatungen

Als Ersatz für den abgesagten Infoanlass steht am Samstag, 14. März von 10 Uhr bis 12 Uhr unter 031 309 21 40 eine Hotline zur Verfügung.

Notiz für Medienschaffende:
Heute 13. März 2020 am späteren Nachmittag wird die PHBern über weitergehende Massnahmen ge-gen die Verbreitung des Coronavirus und zur Umsetzung der Vorgaben des Bundesamts für Gesundheit (BAG) informieren. Sie werden dazu eine weitere Medienmitteilung erhalten. Zudem werden die Infos auf www.phbern.ch aufgeschaltet. Direktbetroffene werden zudem per Mail informiert.

13. Februar 2020

PHBern stellt Innovation in den Mittelpunkt ihres Jahresanlasses

Rund 200 Personen aus Politik, Verwaltung sowie aus Schulen aller Stufen nahmen an den gestrigen PHBern Perspektiven teil. "Innovation an (Hoch-)Schulen" – unter diesem Titel stand der Jahresanlas der PHBern. Als Beispiel für eine innovative Zusammenarbeit zwischen der PHBern und der Volksschule wurde ein Entwicklungsprojekt vorgestellt, das gemeinsam mit der Berner Mosaikschule Munzinger über mehrere Jahre erarbeitet wurde.

Im ersten Referat an den PHBern Perspektiven 2020 beleuchtete Rektor Martin Schäfer das Thema "Innovation" aus einer übergeordneten Ebene. Er zeigte auf, welche Prozesse Innovationen benötigen und welche Lernfelder sich für alle Beteiligten anbieten. Innovation werde an der PHBern verstanden als Weiterentwicklung von Angeboten in inhaltlicher und methodischer Hinsicht sowie Anpassung von Strukturen und Antizipation gesellschaftlicher Veränderungen. Innovation umfasse damit das Erkennen und Identifizieren von bestehenden überholten Strukturen, Inhalten und Methoden sowie die Bereitschaft, Veränderungen herbeizuführen. Innovationsprojekte trügen zur Weiterentwicklung der PHBern beziehungsweise ihrer Angebote bei.

Caroline Sahli Lozano und Christiane Ammann zeigten im zweiten Referat anhand ihres Projekts mit der Berner Mosaikschule Munzinger auf, wie sich innovative Projekte für das Berufsfeld Schule auf die Lehre der PHBern auswirken. Mitarbeitende des Instituts für Heilpädagogik und des Instituts Sekundarstufe I der PHBern hatten in einem mehrjährigen Entwicklungsprojekt das Kollegium Munzinger begleitet und unterstützt. Die Referentinnen wiesen in ihrem Vortrag darauf hin, dass beide Seiten von der Zusammenarbeit sehr stark profitiert hätten. An der Mosaikschule Munzinger nimmt das Selbständig organisierte Lernen (SOL) einen grossen Stellenwert ein. In einem Filmbeitrag wurde an den PHBern Perspektiven gezeigt, welchen Nutzen die Zusammenarbeit mit der PHBern konkret für die Schülerinnen und Schüler sowie für die Lehrpersonen der Schule Munzinger gebracht hatte. Auch ein Heilpädagoge und der Schulleiter lobten den intensiven Austausch mit der PHBern. Die Videoeinspielung ist auf www.phbern.ch/perspektiven2020 verfügbar.

Im dritten Referat informierte die Bildungs- und Kulturdirektorin Christine Häsler über erfolgreiche Innovationen, die von der Bildungs- und Kulturdirektion und der PHBern gemeinsam entwickelt worden waren. "Damit Neuerungen gelingen, braucht es stets ein Miteinander", sagte sie. Die PHBern sei bewusst mit viel Autonomie ausgestattet worden, damit die Herausforderungen in der Bildung gemeinsam gemeistert werden könnten. Als Beispiel für eine Innovation, bei der die Zusammenarbeit eine wichtige Rolle spiele, nannte sie den studienbegleitenden Berufseinstieg, den das Institut Vorschulstufe und Primarstufe (IVP) der PHBern im September 2019 lanciert hatte. Um der Lebenssituation angehender Lehrpersonen besser gerecht zu werden, hatte das IVP den bisherigen Studiengang innovativ weiterentwickelt und damit auch gerade einen Beitrag gegen den Lehrpersonenmangel geleistet. Der neue Studiengang wurde neu so konzipiert, dass Studierende das dritte und letzte Studienjahr alternativ in zwei Jahren statt in einem Jahr absolvieren können. Während dieser vier Semester können sie Teilzeit an einer Schule unterrichten und besuchen parallel dazu Lehrveranstaltungen an der PHBern. "Als die PHBern uns diese Idee vorstellte, sind wir rasch auf diesen Zug aufgesprungen. Es ist mir ein Anliegen, innovatives Denken unserer Schulen zu unterstützen und mit ihnen gemeinsam Neuerungen zu gestalten", sagte Regierungsrätin Christine Häsler in ihrem Referat.

Auf www.phbern.ch/perspektiven2020 finden sich Bilder vom Anlass. Fotograf: Adrian Moser

27. Januar 2020

Neues Bildungsangebot zu Klimawandel, Klimaschutz und Klimapolitik für die Volksschule und die Sekundarstufe II

In einem schweizweiten Projekt mit Beteiligung der PHBern ist ein umfassendes Bildungsangebot zu Klimawandel, Klimaschutz und Klimapolitik entstanden. Es steht Lehrpersonen der Volksschule und der Sekundarstufe II online zur Verfügung.

Kaum ein Thema ist in den vergangenen Monaten stärker ins Bewusstsein der Gesellschaft gedrungen als der Klimawandel. Er steht zuoberst in vielen Sorgenbarometern und beschäftigt die Medien fast rund um die Uhr. Trotz der Allgegenwart des Themas fehlt oft grundlegendes Wissen: Wie funktioniert der Treibhauseffekt? Wie unterscheiden sich Klima und Wetter? Welche Rolle spielt der Mensch bezüglich Ursachen und Folgen des Klimawandels? Wie können Menschen den Klimawandel vermindern, wie sich an die Folgen anpassen?

Für den Unterricht über verschiedene Schulstufen hinweg gab es bisher kein Konzept und kein Material, das aktuelle fachdidaktische und lernpsychologische Erkenntnisse mit einbezog. Mit finanzieller Unterstützung des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) und unter Koordination des Vereins GLOBE Schweiz haben nun vier Pädagogische Hochschulen der Schweiz (PHBern, PH Luzern, HEP Vaud und SUPSI Ticino) ein Bildungsangebot für alle Schulstufen erarbeitet. Es beinhaltet ein Bildungskonzept zu Klimawandel, Klimaschutz und Klimapolitik mit exemplarischen Lerngelegenheiten im Umfang von 8 bis 24 Lektionen für die Zyklen 2 und 3 der Volksschule und für die Sekundarstufe II.

Alle Lerngelegenheiten basieren auf umfangreichen Erhebungen von Vorstellungen der Lernenden, auf Befragungen von Lehrpersonen und auf Analysen bisheriger Unterrichtsangebote. Die Lerngelegenheiten, die aufeinander aufbauen und inhaltlich miteinander verknüpft sind, wurden mehrfach im Unterricht erprobt. Ergänzt wird das Unterrichtsmaterial durch Erläuterungen für die Lehrpersonen sowie durch Faktenblätter zu den Grundlagen des Klimasystems, zum Treibhauseffekt, Ursachen und Folgen des Klimawandels sowie zu Klimaschutz und Klimapolitik. Ausserdem enthalten sind speziell für die Lerngelegenheiten entwickelte Grafiken und Skizzen. Hinweise zu Grundlagenliteratur und zu weiteren Medien für den Unterricht runden das Angebot ab.

An der PHBern waren Prof. Dr. Marco Adamina, Dr. Matthias Probst sowie Moritz Gubler involviert, im Forschungsprojekt Bildung zu Klimawandel und Klimapolitik auf allen Bildungsstufen – Bildungskonzept, Exemplarische Lerngelegenheiten. Von Marco Adamina stammen unter anderem die Lerngelegenheiten für den Zyklus 2 der Volksschule, Matthias Prost und Moritz Gubler haben die entsprechenden Materialien für die Sekundarstufe II entwickelt. Fachlich unterstützt wurde das Projektteam durch das Oeschger-Zentrum für Klimaforschung der Universität Bern.

Das neue Bildungsangebot zu Klimawandel, Klimaschutz und Klimapolitik folgt dem Kontroversitätsgebot. Es geht um den Umgang mit und die Verteilung von Ressourcen, um Fragen zu Auswirkungen verschiedener Lebensstile auf Umwelt und Gesellschaft.

Das Bildungsangebot zum Klimawandel kann auf dem Webauftritt der Stiftung éducation21 heruntergeladen werden: www.education21.ch/klimawandel

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Jahreszahl 2019

Medienmitteilungen 2019

15. Oktober 2019

Zweiter Nachhaltigkeitstag will Transformationen anstossen

Der zweite gemeinsame Nachhaltigkeitstag der PHBern, der Universität Bern und der Berner Fachhochschule am 1. November zeigt anschaulich auf, wie die Hochschulen Innovationen für eine nachhaltige Entwicklung schaffen. Zudem erörtern Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik die Frage: Was braucht es, damit die Forschungsresultate rascher in die Politik einfliessen und auch die Gesellschaft erreichen?

Die Fakten liegen auf dem Tisch: Die menschliche Entwicklung hat die Erde an die Grenzen der Belastbarkeit gebracht. Nur mit einem tiefgreifenden Wandel in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft lassen sich die globalen Probleme lösen – und dafür braucht es Wissen. Was tragen die drei Berner Hochschulen zur Transformation für eine nachhaltige Entwicklung bei? Wie unterstützen sie dafür Wirtschaft, Gesellschaft und Politik? Was müssen sie in Zukunft tun, um sich wirksam für die Ziele der Agenda 2030 der UNO zu engagieren?

Am zweiten gemeinsamen Nachhaltigkeitstag am 1. November 2019 zeigen die Universität Bern, die Berner Fachhochschule und die PHBern – unter anderem in interaktiven Workshops und an Projektständen – auf, wie sie mit Partnern aus Wirtschaft, Gesellschaft sowie Politik und Verwaltung Innovationen für eine nachhaltige Entwicklung schaffen und umsetzen. Aber auch, wie sich Synergiepotenziale und Kooperationsmöglichkeiten zwischen diesen Partnern und den Hochschulen weiterentwickeln und nutzen lassen.

Von Landdeals im Süden bis zu unseren Konsumgewohnheiten

Das Spektrum der drei Hochschulen dabei ist breit. Zum Beispiel wird in einem Projekt auf den Philippinen mit lokalen Akteuren ein nachhaltiger und kostengünstiger Tannin-Extraktionsprozess entwickelt, um bisher vernachlässigte Nebenprodukte des Waldes wie Rinden, Wurzeln oder Zweige zu nutzen und so die Lebensqualität der dortigen Bevölkerung zu verbessern. Ein anderes Beispiel ist die Online-Plattform "Landmatrix", die visualisiert, wo auf dem Erdball welche Landdeals stattfinden. Diese Informationen dienen dazu, Transparenz zu schaffen und eine breite Debatte über die globalen Trends und Auswirkungen von Landkäufen anzuregen.

Auch hierzulande warten die drei Hochschulen mit zahlreichen Innovationen für eine nachhaltige Entwicklung auf – sei dies in der Bildung für nachhaltige Entwicklung, sei es in der Landwirtschaft, bei unseren Konsumgewohnheiten, dem Energieverbrauch oder der Mobilität.

19. September 2019

Die Forschung der PHBern nimmt die Familie in den Fokus

Wie wirken Familie und Schule auf die Bildung von jungen Menschen ein? Dieser Frage geht das neue Schwerpunktprogramm "Familie – Bildung – Schule" nach, das im September 2019 an der PHBern gestartet ist.

Es gibt zwei zentrale Instanzen, die das Leben eines Menschen bis zum Erwachsenenalter massgeblich prägen: die Familie und die Schule. Dem Zusammenspiel dieser beiden Institutionen und ihrer Wirkung auf die Bildung ist das neue Schwerpunktprogramm "Familie – Bildung – Schule" gewidmet, das im September 2019 an der PHBern gestartet ist. Die Leiterin des Schwerpunktprogramms ist Prof. Dr. Caroline Villiger, sie war schon bisher im Bereich Forschung und Entwicklung an der PHBern tätig und ist Dozentin für Lernpsychologie am Institut Sekundarstufe I.

Sowohl im Elternhaus als auch in der Schule lernen Kinder sehr viel, wenn auch auf unterschiedliche Weise. In der Schule findet das Lernen organisiert statt. In der Familie geschieht es meist implizit, nebenher. "Im Schwerpunktprogramm interessiert uns, wie familiäre Praktiken mit Fähigkeiten wie Lesen oder Rechnen zusammenhängen. Während das schulische Lernen relativ gut erforscht ist, sind die Wirkmechanismen von familiären Praktiken auf den Bildungserfolg noch unterbeleuchtet."

Bislang gibt es keine Fachstelle oder Hochschule, die sich dem Themenkomplex Bildung, Familie und Schule prioritär annimmt. Und dies obwohl etwa die Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus im Berufsfeld Schule immer wieder eine Herausforderung ist. Doris Edelmann, die Leiterin des Instituts für Forschung, Entwicklung und Evaluation der PHBern und Initiantin des neuen Schwerpunktprogramms ist deshalb überzeugt: "Die PHBern kann mit dem neuen Schwerpunktprogramm einen wichtigen Beitrag leisten, um die Berufspraxis bezüglich der Kooperation mit dem Elternhaus qualitativ weiterzubringen."

Aus dem neuen Schwerpunktprogramm "Familie – Bildung – Schule" sollen insbesondere Erkenntnisse für die Berufspraxis resultieren: "Im Berufsfeld sind Kenntnisse darüber, worauf bei der Zusammenarbeit mit dem Elternhaus zu achten ist, von grosser Bedeutung", sagt Caroline Villiger. "Wissenschaftlich fundierte Konzepte, die auf der Befragung von Schulleitungen, Lehrpersonen, Eltern und Schulkindern gründen, fehlen hierzu weitgehend."

Die Forschung an der PHBern

Die Forschung an der PHBern ist in acht Schwerpunktprogrammen organisiert, die jeweils auf vier Jahre angelegt sind, jedoch auch verlängert werden können. In ihnen werden Forschungsprojekte mit thematisch ähnlichem Fokus gebündelt. Die Schwerpunktprogramme tragen dazu bei, Forschende und Dozierende aus verschiedenen Instituten zusammenzuführen, so dass Kompetenzen ausgetauscht und aufgebaut werden können. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse helfen mit, die Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonen sowie Schule und den Unterricht weiterzuentwickeln und die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen zu stärken.

Mehr zum Schwerpunktprogramm Familie – Bildung – Schule

13. September 2019

Rekordanmeldezahlen an der PHBern

Das neue Studienjahr an der PHBern beginnt am kommenden Montag mit Rekordanmeldezahlen. Rund 890 Studierende haben sich neu für ein Studium an der PHBern angemeldet, das sind etwa 70 mehr als im Vorjahr.

Das Interesse, sich in Bern zur Lehrerin oder zum Lehrer auszubilden, Heilpädagogik zu studieren oder einen Masterstudiengang im Bereich Fachdidaktik zu absolvieren, ist gross. Noch nie starteten so viele neue Studierende an der PHBern ins neue Studienjahr. Da sich laufend noch Studierende An- und Abmelden, kann die Hochschule noch keine endgültigen Zahlen zur Verfügung stellen. Diese werden am Stichtag, dem 15. Oktober, erhoben.

Die Anmeldezahlen am Institut Vorschulstufe und Primarstufe (IVP) der PHBern und am privaten Institut Vorschulstufe und Primarstufe NMS (das der PHBern angegliedert ist) sind weiterhin sehr erfreulich. Insgesamt werden in der kommenden Woche 390 Personen an den beiden Instituten ihr Studium neu aufnehmen. Dies sind rund 30 Personen mehr als im Vorjahr. Von den neu angemeldeten Studierenden haben sich 21 Frauen und Männer für den Bilingualen Studiengang entschieden. Dieser wird zum zweiten Mal in Delémont gestartet und gemeinsam von der HEP-BEJUNE und der PHBern durchgeführt.

Mehr Männer als Frauen starten am Institut Sekundarstufe I

Auch am Institut Sekundarstufe I (IS1) sind die Anmeldezahlen in den letzten Jahren stetig gewachsen. Im Herbstsemester 2019 werden 246 Personen mit ihrem Studium am IS1 beginnen. Das sind 27 mehr als im Vorjahr. Erstmals beginnen am IS1 mehr Männer als Frauen mit ihrem Studium. 9 Personen starten im neuen, konsekutiven Masterstudiengang. Dieser wurde entwickelt, um Personen mit einem Bachelorabschluss in einem Fach, das an der Volksschule unterrichtet wird, den rascheren Einstieg in den Lehrberuf zu ermöglichen.

Nach rückläufigen Zahlen in früheren Jahren stösst das Lehrdiplom für Maturitätsschulen wieder auf deutlich mehr Interesse. Am Institut Sekundarstufe II haben sich 124 Personen immatrikuliert, 26 mehr als im Vorjahr.    

Im letzten Jahr wurde beim Masterstudiengang Schulische Heilpädagogik eine deutliche Zunahme der Anmeldungen verzeichnet. Mit dem neuen Studienplan 2018 wurde ein Angebot mit mehr Flexibilität und neuen Zugangswegen geschaffen. Im Herbst 2019 beginnen nun 68 Studierende ihr Studium am Institut für Heilpädagogik. Diese Zahl entspricht – übers ganze Studienjahr bereinigt – recht genau jener vom Vorjahr. Die Zahl der Personen, die Zusatzleistungen erbringen, um später Heilpädagogik studieren zu können, hat sich aufs neue Studienjahr von 15 auf 30 verdoppelt. 

Am Vorbereitungskurs, der Studieninteressierten ohne gymnasiale Maturität den Weg an die PHBern eröffnet, ist ein weiteres Wachstum der Anmeldezahlen zu verzeichnen. Um alle 180 Anmeldungen fürs Studienjahr 2019/2020 zu berücksichtigen, wird am Vorbereitungskurs eine zusätzliche Gruppe eröffnet.

Pascale zeigt, wie Studieren geht

Kann man über das vielseitige Leben einer PHBern-Studentin einen Kurzfilm machen, der so richtig neugierig macht? Das Institut Vorschulstufe und Primarstufe der PHBern hat es zusammen mit Pascale – der Protagonistin des Films – versucht. Der facettenreiche Film „Mehr als Mandala malen“ ist ab sofort auf der Website www.phbern.ch abrufbar. Er soll Lust machen aufs Studieren an der PHBern und zeigen, dass der Lehrberuf überaus vielfältig und spannend ist.

Weitere Zahlen der PHBern: www.phbern.ch/statistiken

7. September 2019

Innovativ führen – auch in der Schule: 12. Interkantonale Tagung für Schulleiterinnen und Schulleiter

Schulleiterinnen und Schulleiter sind die CEO der Schule. Sie initiieren Entwicklungen und schaffen ein Klima, das offen ist für Innovationen. An der 12. Interkantonalen Tagung für Schulleiterinnen und Schulleiter erhielten sie Anregungen von erfahrenen Persönlichkeiten, u.a. von Andy Abgottspon, Internetunternehmer aus dem Wallis.

Über 150 Schulleiterinnen und Schulleiter bildeten sich in Naters weiter.

An der 12. Interkantonalen Tagung für Schulleiterinnen und Schulleiter (IKAS) nutzten über 150 von ihnen die Gelegenheit, sich intensiv mit grundsätzlichen Fragen der Führung auseinander zu setzen. Expertinnen und Experten aus Bildung, Wissenschaft und Wirtschaft referierten am 6./7. September 2019 zu „Innovativ führen – erfolgreich handeln“. Unter ihnen der Walliser Internetunternehmer Andy Abgottspon und die Zukunftsexpertin Tina Teucher aus Deutschland.

Veränderungen gehören heute einfach dazu

Tina Teucher, Beraterin für Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsability, machte Lust aufs Umdenken und suchte Antworten auf die Frage: „Wie ermöglicht innovative Führung eine gemeinsame Entwicklung?“ Sie interessierte dafür, was heute – in Zeiten rasanter Veränderungen – ein Kollektiv zusammenhält. Peter Zurkirchen,Organisationsentwickler, zeigte auf, wie sich Schulen dauerhaft fit machen für Innovationen und was agile Führung im digitalen Zeitalter auszeichnet.

Nebst sechs Referaten standen sieben Ateliers auf dem Programm. In diesen ging es darum, sich – nach einem Input -– in kleinen Gruppen intensiv auszutauschen. Z.B. zu Techniken zur Entwicklung neuer Ideen. Oder zur Bedeutung von Agilität in der Schulführung. Im Abschlussreferat erzählte der Walliser Internetunternehmer Andy Abgottspon mit einer ernsten Prise Humor von Goldfischen und A-Playern.

Erfolgreiche und langjährige Kooperation von drei PHs

Die IKAS fand 2019 zum 12. Mal statt. Seit der Gründung brachte die IKAS über 1600 Schulleiterinnen und Schuler zusammen. Getragen wird die IKAS vom Institut für Weiterbildung und Medienbildung der PHBern – in Kooperation mit der PH Wallis und der PH Freiburg. Priska Hellmüller, Leiterin des Bereichs Kader- und Systementwicklung an der PHBern, hat alle bisherigen IKAS mitorganisiert. Sie geht in Pension und blickt zufrieden zurück: „Das grösste Kompliment sind die vielen Stammgäste, die jedes Jahr kommen – um sich inspirieren zu lassen, sich weiterzubilden und sich zu vernetzen.“

Details zur Tagung und Fotos unter www.ikas-tagung.ch

3. September 2019

Gebührenbefreiung bei gleichzeitiger Immatrikulation an der PHBern und an einer weiteren Berner Hochschule wird abgeschafft

Bisher bezahlten Studierende der PHBern, die am Institut Sekundarstufe II eingeschrieben waren und gleichzeitig an einer weiteren Berner Hochschule studierten, die Semestergebühren nur einmal. Diese Vorzugsbehandlung wird 2021 abgeschafft.

Mit der Gründung der Pädagogischen Hochschule PHBern vor bald 15 Jahren wechselte die Ausbildung von Lehrpersonen der Sekundarstufe II von der Universität Bern an die PHBern. Um fortan Studierende, die gleichzeitig an beiden Hochschulen eingeschrieben waren, die gleichen Bedingungen zu bieten wie vorher, wurde ihnen die Semestergebühr an der PHBern erlassen. Dies führte aber dazu, dass Studierende, die von einer Universität ausserhalb des Kantons Bern an die PHBern kamen, benachteiligt wur-den. Sie mussten sich seit je her an zwei Hochschulen immatrikulieren, wenn sie ihr Fachstudium noch nicht abgeschlossen hatten.

Der zunehmende Spardruck einerseits und die Ungleichbehandlung der Studierenden verschiedener Universitäten andererseits haben nun dazu geführt, dass die PHBern die Vereinbarung zur Gebührenbe-freiung bei gleichzeitiger Immatrikulation an der Universität Bern und an der Berner Fachhochschule aufgekündigt hat. Dies nach Rücksprache mit der Erziehungsdirektion des Kantons Bern.

Die neue Regelung gilt für Studierende, die ihr Studium an der PHBern im September 2021 oder später beginnen. Eine letzte Einschreibung zu den bisherigen Konditionen ist bis Ende Oktober 2020 möglich mit Studienbeginn an der PHBern im Frühjahrssemester 2021.

Notiz an die Redaktionen

Weitere Informationen erhalten Sie von Marc Eyer, dem Leiter des Instituts Sekundarstufe II der PHBern. Tel. 076 261 69 34, E-Mail: marc.eyer@phbern.ch