Die PHBern verfolgt die Ziele der AGENDA 2030

Die PHBern geht von einem umfassenden Verständnis von Nachhaltiger Entwicklung aus, welches sich im Kern an den 17 Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals, SDGs) der AGENDA 2030 orientiert.

Die AGENDA 2030 verfolgt die Zielsetzung, den weltweiten wirtschaftlichen Fortschritt im Rahmen der planetaren ökologischen Grenzen der Erde sowie im Einklang mit sozialer Gerechtigkeit zu gestalten. Die 17 Nachhaltigkeitsziele sollen bis 2030 global von allen Ländern erreicht werden, diese sind unteilbar und bedingen einander gegenseitig, indem sie die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit – Soziales, Umwelt und Wirtschaft – miteinander verknüpfen.

Für die Umsetzung der AGENDA 2030 setzen die Länder unterschiedliche Entwicklungsschwerpunkte. Ein Monitoring gibt Aufschluss über den erreichten Fortschritt der einzelnen Länder. In der Schweiz gibt das Indikatorensystem MONET 2030 einen Einblick in den Stand der aktuellen Umsetzung. Ausgehend davon legt der Bundesrat in der Strategie Nachhaltige Entwicklung die nationalen Schwerpunkte Nachhaltiger Entwicklung fest.

Für das Erreichen der Nachhaltigkeitsziele spielt Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) eine zentrale Rolle. Dabei spielen in der Forschung und Lehre insbesondere inter- und transdisziplinäre Zugänge eine wichtige Rolle. Die PHBern verankert in der Strategie 2018–2025 in ihren Zielen die Entwicklung der "Fachdidaktiken durch Interdisziplinarität". Als Orientierungsrahmen dienen die beiden Konzepte der PHBern:

17 Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030

Die 17 Nachhaltigkeitsziele (SDGs) der AGENDA 2030. © United Nations, mehr Informationen zu den einzelnen Zielen

Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) fördert inter- und transdisziplinäre Ansätze

Im Zusammenhang mit der AGENDA 2030 und ihren 17 Nachhaltigkeitszielen verlangen die grossen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts nach einem systemischen, ganzheitlichen Verständnis der oft komplexen Problemstellungen. BNE erkundet die Vielfalt der Gestaltungs- und Handlungsmöglichkeiten für eine Nachhaltige Entwicklung und versucht daher, die Welt in ihren sozialen, wirtschaftlichen, ökologischen, wissenschaftlichen, ethischen und politischen Dimensionen zu erforschen und zu erschliessen (vgl. SDG 4). Durch diese Auseinandersetzung trägt BNE zu einer faktenbasierten Diskussion und zu einem Verständnis von Komplexität in der Welt sowie zum kritisch-reflexiven Denken bei.

BNE fördert inter- und transdisziplinäre Zugänge, verbindet informelles Lernen mit formalen Lernanlässen und geht von einem Prozess des kumulativen Kompetenzaufbaus aus.  

Im Hinblick auf die Umsetzung der 17 Nachhaltigkeitsziele fokussiert BNE auf die Förderung derjenigen Kompetenzen und Denk-, Arbeits- und Handlungsweisen, die Lernende dazu befähigen, die Nachhaltigkeitsziele ganzheitlich zu verstehen sowie eigene Beiträge zur Erreichung dieser Ziele zu leisten. Der AGENDA 2030 sind fünf Kernbotschaften als handlungsleitenden Prinzipien vorangestellt: Menschen (People), Planet (Planet), Wohlstand (Prosperity), Frieden (Peace) und Partnerschaft (Partnership) – im Englischen spricht man von den "Five Ps" und ihren Zielsetzungen, die in Lernsituationen miteinander verbunden entwickelt werden sollen.

Die PHBern arbeitet eng mit externen Organisationen zusammen

éducation21: Im Auftrag der Kantone, des Bundes und der Zivilgesellschaft unterstützt éducation21 als nationales Kompetenzzentrum die Umsetzung und Verankerung von Bildung für Nachhaltige Entwicklung auf Ebene der obligatorischen Schule und der Sekundarstufe II. éducation21 trägt dazu bei, Kinder und Jugendliche auf ein selbständiges und selbstverantwortliches Leben in einer immer komplexer werdenden Welt vorzubereiten. Sie unterstützt die Umsetzung von BNE in den Lehrplänen der Volksschule (Lehrplan 21, plan d’étude romand, piano di studio della scuola obbligatoria ticinese).

Die Studierenden sowie Teilnehmenden von Weiterbildungsangeboten der PHBern finden bei éducation21 pädagogisch-didaktisch geprüfte Lernmedien, Orientierung und Beratung, Finanzhilfen für Schul- und Klassenprojekte und Angebote von schulexternen Akteuren.

STEP INTO ACTION richtet sich an Jugendliche und Studierende, die Nachhaltige Entwicklung neu denken und Menschen zu Change-Makern machen möchten. In verschiedenen Arbeitsschritten setzen sich die jungen Menschen mit der aktuellen Welt auseinander und entdecken und reflektieren Möglichkeiten, wie sie die Gesellschaft aktiv mitgestalten können. Die PHBern arbeitet mit dem Regionalteam Bern eng zusammen.

Kontakt

Für Fragen und Anregungen zu diesen BNE-Webseiten der PHBern wenden Sie sich an: bne@phbern.ch