INVOL – Integrationsvorlehre
Mit dem Pilotprogramm "Integrationsvorlehre (INVOL)" haben Bund, Kantone und interessierte Wirtschaftsverbände ein einjähriges Brückenangebot im Übergang in die berufliche Grundbildung geschaffen, das sich primär an anerkannte Flüchtlinge, vorläufig aufgenommenen Personen sowie an spät Migrierte und Personen mit Schutzstatus S richtet. Das vierjährige Pilotprojekt startete 2018, wurde zunächst verlängert und 2024 in ein Regelangebot überführt. Ziel ist es, Geflüchtete und Zugewanderte besser in die Arbeitswelt und die Gesellschaft zu integrieren und so das Sozialhilferisiko zu senken. Die INVOL wird in verschiedenen Berufsfeldern wie Baugewerbe, Detailhandel, Logistik, Gesundheitswesen oder Gastronomie in der Deutschschweiz, in der Romandie und im Tessin angeboten.
Die PHBern hat das Pilotprojekt schweizweit evaluiert. Dazu wurden Teilnehmende und Ausbildende befragt, kantonale Ansprechpersonen interviewt, Fallanalysen durchgeführt sowie Monitoring- und Registerdaten ausgewertet. Die Studie wurde vom Staatssekretariat für Migration (SEM) in Auftrag gegeben und von der PHBern mitfinanziert.
Seit Beginn haben über 4'700 Personen an der INVOL teilgenommen. Mehr als vier Fünftel von ihnen haben die INVOL erfolgreich abgeschlossen. Nach dem Abschluss haben rund 70 Prozent eine zwei- oder dreijährige berufliche Grundbildung (EBA oder EFZ) aufgenommen.